Wasserstoffantrieb Ein Brennstoffzellen-Aggregat für Einsätze in der Intralogistik

Von Steffen Bäuerle

Heimspiel: Das Stuttgarter Greentech-Start-up Globe Fuel Cell Systems entwickelt digital vernetzte Brennstoffzellen-Agregate zur emissionsfreien Energieerzeugung. Damit will man die Industrie auf dem Weg der Dekarbonisierung begleiten. Auf der Logimat war man auf einem Gemeinschaftsstand des Bundeswirtschaftsministeriums vertreten.

Der Brennstoffzellen-Generator XLP80 kombiniert in der Intralogistik den Nachhaltigkeitsgedanken mit wirtschaftlichen Aspekten des operativen Betriebs.
Der Brennstoffzellen-Generator XLP80 kombiniert in der Intralogistik den Nachhaltigkeitsgedanken mit wirtschaftlichen Aspekten des operativen Betriebs.
(Bild: Globe Fuel Cell Systems)

Die Brennstoffzellen-Technologie wird bei der Dekarbonisierung eine wichtige Rolle spielen. Das wird sich auch auf die Intralogistik auswirken. Laut Studien wird bereits im Jahr 2027 jedes zweite Flurförderzeug in Europa mit Wasserstoff betrieben. Die Stuttgarter Firma Globe Fuel Cell Systems hat, speziell für den Einsatz in der Intralogistik, das Brennstoffzellen-Aggregat XLP80 als Plug-and-play-Lösung entwickelt. Der Marktstart in Deutschland wird im ersten Quartal 2023 erfolgen.

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Im Vergleich zur Blei-Säure-Batterie und Lithium-Ionen-Technologie punkten Brennstoffzellen-Aggregate in der Intralogistik auf mehreren Ebenen. Der Globe XLP80 beispielsweise ist durch die Kombination von Brennstoffzellen- und Li-Ion-Batterie-Antrieb ein Hybridsystem für lange gleichbleibende Leistungsanforderungen wie auch für kurzzeitige Lastspitzen. Statt stundenlanger Ladezeiten oder eines aufwendigen Batteriewechsels ist der XLP80 zudem in weniger als fünf Minuten wieder aufgetankt. Das verringert die Standzeiten der Intralogistikfahrzeuge, reduziert deren Anzahl auf ein Minimum und führt zu niedrigeren operativen Betriebskosten. Und die Umrüstung ist dank Plug-and-play-Konzept für vorhandene Batteriefahrzeuge sehr einfach möglich.

Herkömmliche Bleiakkumulatoren sind durch einen Leistungsabfall bei einem Batteriestand von unter 50 Prozent gekennzeichnet. Mit dem Globe XLP80 liegt zu jeder Zeit die volle Leistung an und damit kann auch jederzeit die volle Geschwindigkeit gefahren werden. Das führt zu einer signifikant höheren Produktivität, da alle Logistikarbeiten mit maximaler Effizienz weiterlaufen können. Als Emissionen entstehen beim Betrieb eines Globe XLP80 lediglich Abwärme und Wasser.

Darüber hinaus verfügt das System XLP80 über einen Onlinezugriff, den sogenannten „Globe Datacore“. Durch gezieltes Monitoring der Betriebsdaten wird eine sehr hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit im Betrieb der Systeme erreicht. Außerdem bietet der Datacore dem Endkunden zukünftig noch weitere, digitale Mehrwertdienste, wie beispielsweise im Bereich des Flottenmanagements oder der CO2-Bilanzierung für ESG-Anforderungen. ■

* Steffen Bäuerle ist Geschäftsführer der Globe Fuel Cell Systems GmbH in 70567 Stuttgart, Tel. +49 160 8612200, steffen.baeuerle@globefuelcell.com

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