Energieführungen

Energieketten bleiben stabil und flexibel unter Strom

25.03.2011 | Autor / Redakteur: Reinhard Irrgang / Bernd Maienschein

Schwingungen eliminiert: Auch in Masthöhen von 50 m und mehr bleibt mit dem System Guidelok Slimline von Igus die Energiekette sicher in der Spur. Bild: Igus
Schwingungen eliminiert: Auch in Masthöhen von 50 m und mehr bleibt mit dem System Guidelok Slimline von Igus die Energiekette sicher in der Spur. Bild: Igus

Ob Förderstrecken, Regalbediengeräte, Hallenkrane oder fahrerlose Transportsysteme — all diese Systeme wollen wirtschaftlich, sicher und zuverlässig mit Energie versorgt werden. Mit innovativen Details optimierte Energieketten und Schleifleitungen fungieren hier als probate Systeme. Auch berührungslose Energie- und Datenübertragungstechnik erschließt ein immenses Potenzial.

Ein neues, selbstführendes Energiekettensystem für bis zu 50 m lange Verfahrwege hat Igus, Köln, mit der Serie E2/000 auf den Markt gebracht. Das System löst ein zentrales Problem: Denn lange Verfahrwege stellen stets besondere Anforderungen an Energiekettensysteme und ab einem bestimmten Punkt muss sich das Obertrum der Kette auf dem Untertrum oder auf Gleitschienen bewegen können. Meistens sind als Rinnen ausgelegte Führungen erforderlich, um seitlichen Versatz und somit erhöhten Verschleiß des Kettensystems zu verhindern.

Diese Führungsrinnen können sich allerdings häufig als hinderlich erweisen, vor allem bei Anwendungen in Lager- oder Produktionsgebäuden. Dort werden Hallenkrane, Förderstrecken oder Regalbediengeräte eingesetzt und gleichzeitig wertvolle Bodenflächen etwa für Staplerverkehre benötigt. Führungsrinnen im Boden würden dabei nur behindern.

Die Energiekette sucht sich ihren Weg selbst

Daher bietet Igus die Energiekettenserie E2/000 als selbstführende, in verschiedenen Varianten patentierte Auto-Glide-Kette an, die ohne Rinne und damit Material- und Montagekosten sparend auf Verfahrwegen bis zu 50 m Länge und bis zu 1,5 m/s schnell und sicher gleitet. Beim Auto-Glide-Mechanismus fädelt sich das Obertrum der Energiekette auf dem Untertrum ein und wird durch spezielle, kammartige Öffnungsstege sicher geführt.

Christian Strauch, Branchenmanager Materialfluss bei Igus, erläutert die Neuerungen. „Wir haben für die E2/000-Serie das sich selbst führende, im Innenradius aufklappbare Kettensystem ausgebaut und optimiert.“ So verfügen die neuen „Auto-Glide“-Öffnungsstege über größere Gleitflächen, was die Lebensdauer des Energiesystems weiter erhöht.

Obertrum der Energiekette wird sicher eingefädelt

Ein aufsteckbarer Führungsflügel sorgt auf den ersten Metern des Verfahrwegs für das sichere Einfädeln des Obertrums der Kette. Benötigt wird dieser durch einfaches Clipsen mitnehmerseitig montierte Flügel nur ein Mal an demjenigen Kettenglied, das zuerst auf das Untertrum trifft.

Neu ist zudem die Bodenführung durch die sogenannten Halbschalen, deren Einsatz „je nach Kettengröße ab 15 m Verfahrweg sinnvoll ist“, wie Strauch betont. Die paarweise im Abstand von 2 m auf dem Boden montierten Halbschalen halten das Untertrum der Energiekette in der vorgegebenen Bahn. Flurförderzeuge können „problemlos über die sehr flach bauenden Bodenführungen fahren“.

Umfangreicher Baukasten für Energieführungen

„Die Kettenserie E2/000 ist ein Allrounder im mehr als 70 000 Teile umfassenden Baukasten für fast jede Energiezuführung“, betont Strauch. Die E2/000 lässt sich montagefreundlich links und rechts öffnen, ist innen oder außen aufklappbar und in Hunderten Varianten ab Lager lieferbar: als offene Kette, „halbes Rohr“ oder ganz geschlossen.

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