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Bedarfssteigerung Europäische Lieferketten erholen sich

| Redakteur: Gary Huck

Dass die ersten Beschränkungen in der Coronakrise gelockert werden, zeigt bei den Lieferketten Wirkung. In einigen Industriesektoren steigt der Bedarf, wenn auch langsam, wieder an.

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Wenn unterschiedliche Wirtschaftszweige wieder normaler arbeiten können, fahren auch die Lieferketten wieder hoch.
Wenn unterschiedliche Wirtschaftszweige wieder normaler arbeiten können, fahren auch die Lieferketten wieder hoch.
(Bild: ©THATREE - stock.adobe.com)

Der Telematikspezialist Shippeo hat eine Untersuchung veröffentlicht, die zeigt, dass sich die Lieferketten in Europa langsam von der Coronakrise erholen. In der Woche vom 27. April bis 3. Mai ist die Lieferkettenaktivität insgesamt laut den Daten des Unternehmens von 30 auf 38 % angestiegen. Diese europaweite Entwicklung könne man den ersten Lockerungsmaßnahmen zuschreiben.

Den größten Zuwachs bei der Lieferkettenauslastung konnte dabei die Bau- und Baumaterialienbranche verzeichnen. Zeitweise waren die Supply Chains dort nur zu 4 % ausgelastet. Ende April standen sie bei über 20 %. Ein weiterer Gewinner ist der Non-Food-Einzelhandel. Dort lag die Auslastung zeitweise nur knapp über 10 %. Um den 20. April 2020 hatte sich dieser Wert mehr als verdoppelt.

Auch wenn der Bedarf in einigen Sektoren langsam wieder steigt, bis wieder Normalität herrscht wird es noh dauern.
Auch wenn der Bedarf in einigen Sektoren langsam wieder steigt, bis wieder Normalität herrscht wird es noh dauern.
(Bild: Shippeo)

Die Transportaktivität bei Maschinen, Ausrüstung und Technik sank bis auf etwa 25 %. Nun liegt sie bei knapp 35 %. Die Nahrungsmittel- und Tabakindustrie hatte am wenigsten Einbußen. Mitte April sank die Lieferkettenauslastung kurzfristig auf etwas über 80 %, erholte sich aber schnell und liegt aktuell bei über 100 %. Die Automobil- und Transportzubehörindustrie ist der einzige von Shippeo untersuchte Sektor, bei dem noch keine Erholung sichtbar ist. Die Transportaktivität liegt dort noch immer bei nur 5 %.

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