Großladungsträger

Fahrbare Magnum-Behälter ersetzen Gitterboxen

26.11.2010 | Redakteur: Bernd Maienschein

Borg-Warner Turbo Systems wird am Standort Kirchheimbolanden alle Gitterboxen durch faltbare Großladungsträger ersetzen. Bild: Schoeller Arca Systems
Borg-Warner Turbo Systems wird am Standort Kirchheimbolanden alle Gitterboxen durch faltbare Großladungsträger ersetzen. Bild: Schoeller Arca Systems

Am Standort Kirchheimbolanden ersetzt der Abgasturbolader-Erstausrüster Borg-Warner Turbo Systems jetzt Gitterboxen aus Metall durch zwei Varianten des flexiblen Großladungsträgers Magnum von Schoeller Arca Systems. Die faltbaren Kunststoffbehälter sollen die innerbetrieblichen Prozesse optimieren und die Arbeitsbedingungen des Lagerpersonals verbessern.

Borg-Warner Turbo Systems gehört zum weltweit tätigen Automobilzulieferkonzern Borg-Warner Inc. und ist führender Anbieter von Aufladesystemen. Im Leistungsbereich von 20 bis 1000 KW Motorleistung je Abgasturbolader bietet Borg-Warner Turbo Systems ein breites Spektrum von Turboladern für Pkw und Nfz sowie für Industrie-, Lokomotiv- und Schiffsmotoren an.

Regaraturanfällige Gitterboxen umständlich im Handling

Am Standort Kirchheimbolanden nördlich von Kaiserslautern sind für den internen Umlauf bisher noch 15 000 Gitterboxen aus Metall im Einsatz. Darin werden Turbinengehäuse, Verdichtergehäuse, Lagergehäuse und andere Komponenten gelagert. Die Halbfertigteile werden von den Vorlieferanten in den Gitterboxen angeliefert. „Für die Produktion transportieren wir die Teile ebenfalls in Gitterboxen bis an die Montagelinie“, sagt Transportlogistik-Leiter Thorsten Krämer von Borg-Warner in Kirchheimbolanden.

Für die Beförderung der Gitterboxen benutzen die Lagermitarbeiter Gabelstapler. An den Arbeitsstationen wiederum sind Hand-Hochhubwagen im Einsatz. Damit werden die Gitterboxen aufgenommen und bis auf Entnahmehöhe angehoben. „Ein etwas umständliches Handling“, gibt Krämer zu.

Auch erwiesen sich die Gitterboxen als sehr reparaturanfällig, wie es heißt. Zu oft verbiegen oder durchstoßen die Gabeln der Stapler den Gitterrahmen, was das Einsetzen von Trays erschwert. „Es kommt vor, dass bis zu 120 Gitterboxen pro Woche zur Reparatur versendet werden müssen“, so Krämer.

Faltbare Großladungsträger vermeiden unnötigen Teilebestand

Um Sauberkeit, Qualität, Standardisierung, Arbeitssicherheit und Flexibilität zu verbessern, hat sich der Automobilzulieferer für ein neues Behältersystem entschieden. Der gesamte Bestand an Gitterboxen wird sukzessive durch die faltbaren Großladungsträger (GLT) Magnum Classic CE 950 S (1200 mm × 800 mm × 950 mm) und den Magnum mit glatter Oberfläche SH 835 HD (800 mm × 600 mm × 835 mm) ersetzt.

„Wir haben uns für zwei verschiedene Behältergrößen entschieden, um verschiedene Teilmengen unterzubringen“, erklärt Krämer. Im Vergleich zu Gitterbox passen 82% des Inhalts in den Magnum Classic und 45% in den Magnum SH 835 HD. Das vermeide unnötigen Bestand, wie es heißt.

„Wir stellen nach und nach von den Gitterboxen auf die faltbaren Großladungsträger um, dann aber gleich auf die optimierte Behältergröße“, so Krämer. Das hat auch mit dem Wechsel zu einer schlanken Produktion zu tun. „Damit erzeugen wir nur noch den Bedarf, der auch tatsächlich verbraucht wird.“ Mit dem kleineren Magnum-Ladungsträger wird nach der Umstellung außerdem nur noch die Hälfte der Fläche benötigt.

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