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Flurförderzeuge Flottenmanagement macht die Komplexität überschaubar

| Autor / Redakteur: Dieter Hoffmann / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Durch den Einsatz moderner Software-Tools lassen sich Gabelstaplerflotten effizienter betreiben. Doch auf welchen Anbieter soll man setzen? Sinnvoll ist in jedem Fall, vor der Auswahl gewisse K.-o.-Kriterien zu identifizieren, deren Nichterfüllung zum Ausschluss des jeweiligen Anbieters führt.

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Ein passendes Flottenmanagement optimiert den Einsatz der Fahrzeuge: Gabelstapler in einer Lagervorzone.
Ein passendes Flottenmanagement optimiert den Einsatz der Fahrzeuge: Gabelstapler in einer Lagervorzone.
(Bild: Still)

Der technische Fortschritt macht's möglich: Ein Flottenmanagement für Gabelstapler ist für immer mehr Unternehmen ein Muss. Eine intelligente Steuerung erlaubt es, den Einsatz der Logistikfahrzeuge effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Kosten zu senken. Allein bei den Betriebsstoffen sind häufig Einsparungen von 10 bis 20 % erreichbar. Jedoch erfordert es einen gewissen Aufwand, die Lösung zu bestimmen, die am besten zur Führung des eigenen Fuhrparks passt. Dies hat verschiedene Gründe. Es genügt nicht, die Funktionalitäten verschiedener Softwareanwendungen nebeneinander zu stellen.

Das am besten passende Angebot durch Systematik ermitteln

Im Portfolio der Anbieter befinden sich auch Dienstleistungen und Expertenwissen bis hin zum Outsourcing. Was bei der Auswahl der passenden Lösung zu beachten ist, hat die Still GmbH in einem Ratgeber zusammengefasst.

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Der erste Schritt sollte ein internes Auswahlteam zur Vorbereitung der Entscheidung sein. Die Komplexität der Aufgabe legt es nahe, das am besten passende Angebot durch eine systematische Auswahl zu identifizieren. Dabei empfiehlt es sich, ein Projekt zur Einführung eines Flottenmanagements zu nutzen, um die Wertschöpfungsprozesse in der innerbetrieblichen Logistik zu überprüfen und zu optimieren. Dazu gehören Vertreter verschiedener Unternehmensbereiche – nicht nur der in der Logistik direkt betroffenen, sondern auch aus Organisation, Controlling und Personal. In diesem Kreis sollte ein Lastenheft erstellt werden, das die grundsätzlichen Anforderungen enthält. Sobald diese vollständig zusammengestellt sind, können die wichtigsten Punkte durch Gewichtung herausgestellt werden. Hierfür hat sich ein Raster mit einem Punktesystem bewährt. Beispielsweise hat das Thema Verfügbarkeit für Speditions- und Logistikunternehmen meist einen anderen Stellenwert als für Handelsfirmen.

Ist eine hohe Verfügbarkeit erforderlich, so wäre zu prüfen, ob diese nur für einen Teil der Logistikflotte oder bestimmte Bereiche des Lagers ausreicht. Es ist sinnvoll, sogenannte K.-o.-Kriterien zu bestimmen, deren Nichterfüllung zum Ausschluss ungeeigneter Angebote führt. Nicht nur branchen-, sondern auch unternehmensspezifische Gegebenheiten finden auf diese Weise Eingang ins Auswahlverfahren. Es sollte als Gelegenheit gesehen werden, Transparenz zu schaffen und vertraute Strukturen und Abläufe auf den Prüfstand zu stellen.

Vor- und Nachteile einandergegenüberstellen

Ebenso sollten Überlegungen zum Thema Outsourcing frühzeitig und systematisch erfasst werden, auch wenn es „nur“ um Teilbereiche geht. Hierzu sind ebenfalls Nachteile und Vorteile einander gegenüberzustellen – beispielsweise der Verlust an internem Know-how gegenüber dem Gewinn an externem Expertenwissen.

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