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Luftfracht Fraport baut Cargo-Bereich weiter aus und erschließt neue Flächen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Trotz Nachtflugverbots: Die Lufthansa Cargo hält Europas Luftfrachthub Nummer 1, dem Flughafen Frankfurt, die Treue. Auf Bestandsflächen im Norden will der Lufthansa Cargo mit dem LCC neo das weltweit modernste Frachtzentrum errichten. Daneben plant die Fraport AG Investitionen in die Cargo City Süd und weitere Flächenerschließungen.

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Die Umsatzerlöse aus dem Frachtgeschäft der Fraport AG betrugen 2011 rund 165 Mio. Euro. Das operative Ergebnis lag im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Die Umsatzerlöse aus dem Frachtgeschäft der Fraport AG betrugen 2011 rund 165 Mio. Euro. Das operative Ergebnis lag im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
(Bild: Schreier )

Anke Giesen, Vorstand Ground Handling der Fraport AG, kann folglich optimistisch in die Zukunft blicken. Schließlich dürfte das Großprojekt den Grundstein für weiteres Wachstum am Flughafen Frankfurt legen. Nach einem positiven Jahr 2013, in dem rund 2,09 Mio. t Fracht über den Airport bewegt wurden, hat sich auch 2014 gut angelassen. Das erste Quartal brachte ein Plus von 4 %. Allein im März wurde ein Frachtaufkommen von 201.806 t registriert, rund 3,2 % mehr als im Vorjahr.

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Cargo City Süd wird um 27 ha erweitert

Auch langfristig stehen die Zeichen im Luftfrachtsektor auf Expansion. So prognostiziert der Airports Council International (ACI) bis zum Jahr 2031 ein weltweites Wachstum des Aircargo-Aufkommens von durchschnittlich 4,5 % im Jahr. Allerdings wird Europa mit 3 % pro Jahr nur unterdurchschnittlich wachsen, während Fernost (5,8 %) und Lateinamerika (5,1 %) kräftig zulegen dürften.

Dem schwachen Wachstum in Europa will Fraport mit Marktanteilgewinnen begegnen. Dazu wird die Cargo City Süd um 27 ha erweitert. Bis zu 100.000 m² Hallenflächen werden dort entstehen. Großes hat man auch mit dem Mönchhof-Gelände (110 ha) in unmittelbarer Flughafennähe vor. Es soll zum größten zusammenhängenden Gewerbegebiet der Rhein-Main-Region umgestaltet werden.

Ferner entsteht In Sichtweite zum T2 entsteht hier auf 35 ha ein neuer Stadtteil. Dieser wird, wie Anke Giesen erläuterte, vielfältige Quartiere mit eigenem Charakter und Funktion bieten – alle mit moderner Architektur und erholsamen Grünflächen. Vorgesehen sind dort unter anderem Büro- und Dienstleistungsflächen, Hotels und Tagungsflächen, Forschung, Gastronomie.

Moderne Kühltechnik für Schnittblumen

Als weitere Investitionen nannte die Fraport-Managerin den Bau eines neutraler Frachtübergabepunkt mit vier Truckdocks und automatisierten Schleusen, der den Frachtumschlag vereinfachen soll. Eine Entlastung des Verkehrssystems ist Ziel der Realisierung von 70 weiteren Lkw-Stellplätzen an Tor 31 und der Errichtung von Sanitäreinrichtungen für die Trucker. Hinzu kommt der vierspurige der Zufahrt zur Cargo City Süd sowie der Neubau von Tor 32.

Noch in diesem Sommer wird das Perishable Center des Frankfurter Flughafens um ein Kühlgerät für Schnittblumen mit einem sogenannten Vacuum Cooler erweitert, mit dem es möglich ist, Schnittblumen, die auf den Vorfeld erwärmt haben, innerhalb, einer halben Stunde von 15 °C auf rund 1 °C herunter zu kühlen.

Die Kommunikation zwischen allen Prozessbeteiligten (Fraport, Airlines, Verbände, Spediteure, Frachtabfertiger, Dienstleister) verbessern und die Prozesseffizienz am Standort steigern soll die kürzlich gegründete Air Cargo Community Frankfurt e.V. Außerdem soll dmait eine Brücke zur Wissenschaft geschlagen werden, was mit der Einbeziehung der Fachhochschule Frankfurt am Main bereits gelungen ist.

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