Flurförderzeuge

Fünf Zuverlässigkeitschecks für Stapler mit Verbrenner

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Bevor neue Hyster Stapler in Serie gehen, müssen sie einige Tests durchlaufen.
Bevor neue Hyster Stapler in Serie gehen, müssen sie einige Tests durchlaufen. (Bild: Hyster)

Hyster hat fünf Zuverlässigkeitschecks entwickelt, die dabei helfen sollen, die Verfügbarkeit von verbrennungsmotorischen Staplern zu erhöhen. Vor dem Blick unter die Haube sollte sich der Nutzer darüber im Klaren sein, für welche Anwendungen der Stapler genutzt werden soll.

1. Motor und Getriebe

Der Motor und das Getriebe eines Gabelstaplers bestimmen mit darüber, ob er an einem kalten Wintermorgen anspringt und sich an den heißesten Tagen nicht überhitzt. Bei Anwendungen mit einer Standardeinsatzdauer über eine Schicht bieten die meisten Industriemotoren gewöhnlich eine zuverlässige Leistung. Es sollte jedoch stets geprüft werden, ob der Motor auf industrielle Anwendungen ausgelegt ist.

Wenn es bei der Anwendung um das permanente Anheben von Lasten mit maximaler Tragfähigkeit, den Einsatz bei steilem Gefälle oder extremen Einsatzzeiten geht, ist ein besser ausgestatteter Stapler sinnvoll. Denn nur wenige Standardmodelle eignen sich dafür, kontinuierlich über zwei bis drei Schichten an sieben Tagen in der Woche in staubiger Umgebung auf Rampen eingesetzt zu werden. Für diese extrem anspruchsvollen Anwendungen sollten Motor und Getriebe elektronisch gesteuert und speziell geschützt sein, um größere Schäden zu verhindern.

2. Hydraulik

Häufig wird die Zuverlässigkeit der Industriestapler durch Leckagen der Hydraulikleitungen beeinträchtigt. Daher ist die Qualität der verwendeten Schläuche, Anschlüsse, Ventile und Pumpen ein wichtiger Faktor. Für intensivere Anwendungen sollte der Stapler mit einem speziellen Schutz gegen auslaufendes Hydrauliköl ausgestattet sein. Variable Verstellpumpen mit bedarfsabhängiger Hydraulikleistung tragen ebenfalls zu mehr Zuverlässigkeit bei.

3. Erprobung, Qualität und Garantie

Das Unternehmen rät dazu darauf zu achten, dass der verbrennungsmotorische Stapler in umfassenden Tests und Dauerprüfungen seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt hat. Bei den Tests sollte auch das Zusammenspiel aller Faktoren und Komponenten wie Motoreffizienz, Geräusch- und Vibrationsentwicklung, Allwettertauglichkeit, Stabilität, Sicherheit, Hydraulik- und Getriebeleistung, Achsen, Kühlung und Software geprüft werden. Ob der Stapler die Sicherheitsstandards erfüllt, ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Die Garantiebedingungen geben Hyster zufolge auch Aufschluss über die Zuverlässigkeit. Dabei sollten die Anwender prüfen, ob sich die Garantie auf die Anzahl der geleisteten Betriebsstunden oder einen festgelegten Zeitraum bezieht. Beim Kauf größerer Stückzahlen ist eventuell ein persönlicher Besuch im Werk ratsam.

4. Referenzstandorte prüfen

Bei der Suche nach einem neuen Stapler sollte der Kunde überprüfen, ob sich das in Betracht kommende Gerät im realen Einsatz tatsächlich als zuverlässig bewährt hat. Ein wenig Recherche kann verhindern, dass man sich jahrelang mit einem bestehenden Vertrag oder Ausfallzeiten herumärgern muss.

5. Erhaltung der Zuverlässigkeit

Eine hohe Zuverlässigkeit hängt insbesondere von der regelmäßigen und ordnungsgemäßen Wartung ab. Der Anbieter sollte eine angemessene Unterstützung für den Stapler zum passenden Preis anbieten.

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