Innovation

German Innovation Awards für Vorboten des autonomen Transports

| Redakteur: Gary Huck

Junge Innovatoren: Katharina Kermelk, Produktmanagerin für den „iGurt“, und Alexander Lutze, Leiter des BPW Innovation Labs, mit dem „CargoTracer“.
Junge Innovatoren: Katharina Kermelk, Produktmanagerin für den „iGurt“, und Alexander Lutze, Leiter des BPW Innovation Labs, mit dem „CargoTracer“. (Bild: BPW)

BPW wurde beim German Innovation Award am 28. Mai 2019 gleich mehrfach ausgezeichnet. Zwei seiner Projekte aus den Bereichen digitale Ladungssicherung und digitale Frachtverfolgung überzeugten die Jury.

Das intelligente Ladungssicherungssystem „iGurt“ bekam den Gold-Award in der Kategorie „Exellence in Business to Business – Automotive Technologies“. Laut BPW verursacht schlecht gesicherte Fracht jährlich Transportschäden von rund 1,2 Mrd. Euro. Die Unfallgefahr steige durch unsachgemäß gesicherte Ladung ebenfalls an. Das neue System soll Abhilfe schaffen.

Nach eigenen Angaben verfügt der „iGurt“ über einen Sensor, der die Vorspannkraft des Gurts auf einem LED-Display anzeigt und sie auch während der Fahrt per App auf das Handy des Fahrers funken kann. Mit der Einbindung von Telematiksystemen könnte in Zukunft so auch eine Spedition die Ladungssicherung aus der Ferne überwachen und dokumentieren. „Der ‚iGurt’ könnte zum Beispiel Ladungssicherungskontrollen durch die Polizei erheblich vereinfachen. Denkbar wäre, dass Lastzüge, die mit dem ‚iGurt’ ausgestattet sind, aus der Ferne geprüft und durchgewunken werden“, sagt Katharina Kermelk, Produktmanagerin im Innovationszentrum für Mechatronik bei BPW. „Eine digitale Ladungssicherung ist auch Voraussetzung für den autonomen Transport. Denn wenn Lkw selbst fahren, muss sich auch die Ladung selbst überwachen und melden – und im Notfall das Fahrzeug stoppen können.“

Das zweite Projekt, für das der Transportspezialist ausgezeichnet wurde, ist der „CargoTracer“, ein kleiner Sensor, der am Ladungsträger oder der Fracht selbst befestigt wird. Laut Unternehmensangaben enden die Erfassungs- und Steuermöglichkeiten von Warenwirtschaftssystemen bis jetzt am Werkstor. „CargoTracer“ soll das ändern. Im Zusammenhang mit dem von Alexander Lutze, Leiter des BPW „InnovationLabs“, und seinem Team in Kollaboration mit Versendern entwickelten „Internet of Transport“ kann die Ware über den Sensor auf dem gesamten Transportweg Kontakt mit Warenwirtschaftssystemen halten, heißt es von BPW. Die Firma gibt an, dass der Sensor ein Ultraschmalbandnetz nutzt und ohne Mobilfunktechnik auskommt. Zum einen soll die Ladungsverfolgung so preiswerter ausfallen, zum anderen kann die Batterielaufzeit auf bis zu fünf Jahre verlängert werden. Das Gerät heimste gleich zwei Auszeichnungen ein, in den Kategorien „Excellence in Business to Business – Logistics & Infrastructure“ und „Design Thinking“.

Nutzerzentrierung im Mittelpunkt

Die Bewertungskriterien des „German Innnovation Awards“ umfassen Punkte wie Innovationshöhe, Anwendernutzen und Wirtschaftlichkeit. „Im Mittelpunkt der Bewertung der eingereichten Innovationen steht die Nutzerzentrierung. Sie ist das Differenzierungsmerkmal des ‚German Innovation Award’. Besonders gut gelingt das, wenn die künftigen Nutzer frühzeitig in die Produkt- und Designentwicklung involviert werden“, erklärt Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rats für Formgebung. Der Award wurde 1953 vom Deutschen Bundestag ins Leben gerufen und wird vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gestiftet.

Weitere Beiträge des Unternehmens:

BPW

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