Heute, am 26. Juni vor genau 100 Jahren, hat Henkel seine ersten Klebstoffe an benachbarte Unternehmen verkauft. Erfahren Sie hier, was aus diesem lokalen Start geworden ist ...
Grün war in den 1920er-Jahren nicht nur die Hoffnung bei Henkel in Düsseldorf, sondern auch das erste Klebstoffprodukt, das genau vor 100 Jahren an lokale Firmen verkauft wurde. Hier erfahren Sie mehr über die Meilensteine, auf die Henkel seitdem zurückblicken kann.
(Bild: Henkel AG)
Für die Entwicklung von Klebstoffen für Waschmittelverpackungen für den Eigenbedarf bis hin zu den fortschrittlichen Ideen für über 800 Industriesegmente von heute, haben Henkel-Spezialisten ein Jahrhundert lang getüftelt. Heute sind die weltweit führenden Klebstoffe, Dichtstoffe und Funktionsbeschichtungen des Unternehmens, wie es weiter heißt, ein integraler Bestandteil unzähliger Konsum- und Industriegüter. Henkel Adhesive Technologies teile nicht zuletzt die Visionen seiner Kunden und ermögliche so auch Innovationen in modernen Bereichen wie Nachhaltigkeit, Mobilität und Digitalisierung.
„Mit unserem Pioniergeist und unserer Innovationskraft haben wir uns in den vergangenen 100 Jahren zum weltweit größten Hersteller von Klebstoffen, Dichtstoffen und Funktionsbeschichtungen entwickelt und damit Mehrwert für mehr als 100.000 Industriekunden sowie Millionen von Verbrauchern geschaffen“, kommentiert Mark Dorn, Vorstand bei Henkel für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies. Mit der Entwicklung nachhaltiger Produkte, welche die Kreislaufwirtschaft unterstützen und die Reduzierung von CO2 ermöglichen, will Henkel Adhesive Technologies nun auch die nächste Stufe der Wertschöpfung erklimmen. Soweit ein Blick in die nahe Zukunft ...
Klebstoff – von Anfang an auch irgendwie nachhaltig
Die Erfolgsgeschichte von Henkel Adhesive Technologies begann also genau vor 100 Jahren, weil das Unternehmen aus der Not eine Tugend machte. Nach Ende des Ersten Weltkriegs drohte nämlich infolge der Rhein- und Ruhrbesetzung ein Versorgungsengpass von Klebstoffen am Heimatstandort Düsseldorf, die zum Verschließen der eigenen Produktverpackungen – beispielsweise für Waschmittelbehälter – notwendig waren. Henkel startete deshalb im Jahr 1922 mit der Entwicklung und Produktion von Papier-, Karton- und Paketklebstoffen, aber zunächst nur für den Eigenbedarf. Mit Bau und Inbetriebnahme einer eigenen Leimfabrik startet das Unternehmen dann am genannten denkwürdigen Tag auch den Verkauf von Klebstoffprodukten an benachbarte Firmen. Zu den ersten Produkten zählten der Malerleim Mala und der Tapetenkleister Tapa, die beide quasi schon auf einem nachwachsenden Rohstoff – nämlich auf Kartoffelmehl respektive -stärke – basierten.
Klebstoff renoviert Chinesische Mauer und repariert Pharaonenbärte
Adhesive Technologies hat dann weiter weltweit Pionierarbeit durch patentierte Erfindungen, Innovationskraft und strategische Übernahmen geleistet. Zu den berühmten Erfindungen gehört beispielsweise der erste Pritt-Klebestift, der im Jahr 1969 die Bastelwelt zu erobern begann. Der vom Drehmechanismus des Lippenstifts inspirierte Pritt-Stift habe das Basteln mit Papier sozusagen revolutioniert. Im Jahr 2001 erhielt Pritt auch noch das Qualitätssiegel „Space Proof“ und wurde zur Internationalen Raumstation ISS transportiert, wie Henkel in diesem Zusammenhang betont.
Im Industriesektor haben die Klebstoffsysteme von Henkel dann auch die Produktionsprozesse und Produktdesigns in vielen Branchen wie etwa der Automobil-, Elektronik- und Verpackungsindustrie transformiert. Denn die Klebstofftechnologien böten maßgeschneiderte Funktionalitäten, wie starken Halt, Dichtfunktion, Beschichtbarkeit, Leitfähigkeit von Wärme und Elektrizität sowie Recycelbarkeit, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Mit der Übernahme der Loctite Corporation im Jahr 1997 hat Adhesive Technologies durch die erfolgreiche Integration neuer Fähigkeiten sein Geschäft schließlich auf eine neue Stufe gehoben. Und heute ist Loctite die größte Klebstoffmarke der Welt, heißt es.
Henkel hat die Leistungsstärke seiner Produkte immer wieder auf vielfältige Weise unter Beweis gestellt. So wurden beispielsweise 1987 Ceresit-Produkte bei der Renovierung der Chinesischen Mauer eingesetzt. Und 2015 entwickelte Henkel einen maßgeschneiderten Klebstoff, um den abgebrochenen Bart der berühmten Totenmaske des Tutanchamun wieder professionell zu befestigen.
Stand: 08.12.2025
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