Urban Air Port Hyundai präsentiert Flughafen für fliegende Autos

Redakteur: Tanja Schmitt

Fliegende E-Autos, Flugtaxis und Frachtdrohnen: Was wie Zukunftsmusik klingt, soll in Hyundais urbanem Flughafen tatsächlich abheben – und zwar schon in diesem Jahr.

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Hyundais geplanter Flughafen im englischen Coventry soll noch in diesem Jahr eröffnet werden.
Hyundais geplanter Flughafen im englischen Coventry soll noch in diesem Jahr eröffnet werden.
(Bild: Hyundai)

Hyundai Motor hat bei der Consumer Electronics Show (CES) 2020 seine Zukunftsvision für die Mobilität im urbanen Umfeld vorgestellt. Dazu wurde mit Urban Air Mobility (UAM) ein neuer Geschäftsbereich geschaffen, der das Konzept eines individuellen Luftfahrzeugs (Personal Air Vehicle, PAV) unterstützt. Durch die Nutzung des Luftraums sollen die Überlastungen der Straßen verringert und den Berufspendlern mehr Lebensqualität zurückgegeben werden.

Urban Air Port: Weltweit erster urbaner Flughafen

Die Hyundai Motor Group hat nun mit dem Unternehmen Urban Air Port einen Partner für den zukünftigen Ausbau seines Urban-Air-Mobility-(UAM-)Geschäftsbereichs gefunden. Im Rahmen dieser Partnerschaft unterstützt die Hyundai Motor Group die Entwicklung des weltweit ersten voll funktionsfähigen urbanen Flughafens Air-One. Das südkoreanische Unternehmen plant, seine eigenen elektrischen Senkrechtstarter-Flugzeuge (eVTOL – electric vertical takeoff and landing) zu entwickeln und den Bereich der urbanen Luftmobilität zu forcieren. Als Teil dieses Plans dient Air-One dazu, die Luftfahrzeuge bis 2028 zu vermarkten. Urban Air Port wählte die englische Industriestadt Coventry als Standort für die Installation seines Projektflughafens aus.

Preisgekröntes Projekt

Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Entwicklung einer vollständig autonomen, innovativen und emissionsfreien Infrastruktur für die zukünftige Luftmobilität und wurde von der britischen Regierung als Gewinner der Future Flight Challenge ausgewählt. Mit dem Air-One-Projekt demonstriert das Unternehmen, wie eine nachhaltige Mobilität im urbanen Umfeld umgesetzt werden kann. Ziel ist es, die Überlastungen auf den Straßen zu reduzieren, die Luftverschmutzung zu verringern und letztendlich die innerstädtische Personenbeförderung sowie den Gütertransport ganzheitlich zu dekarbonisieren. Air-One ist der weltweit erste voll funktionsfähige urbane Flughafen und zugleich Ladestation für zukünftige eVTOL, wie Frachtdrohnen und Lufttaxis. Noch in diesem Jahr soll Air-One im englischen Coventry eröffnet werden.

Marktpotenzial: Rund 413 Mrd. Euro

Die NASA prognostiziert, dass die urbane Luftmobilität allein in den USA über ein Marktpotenzial von bis zu 500 Bio. US-Dollar (ca. 413 Mrd. Euro) verfügt. Ein wesentliches Hindernis stellt aktuell allerdings noch die fehlende Infrastruktur dar, was durch die Gründung von Urban Air Port überwunden werden soll.

Der ökologische Fußabdruck eines Urban Air Port soll im Vergleich zu einem traditionellen Hubschrauberlandeplatz um bis zu 60 Prozent geringer sein. Durch die modulare Bauweise können die urbanen Flughäfen binnen weniger Tage errichtet und netzunabhängig betrieben werden. Zudem emittieren sie keine schädlichen Kohlenstoffe.

Flexibel einsetzbar

Urban Air Port ist so konzipiert, dass jedes eVTOL-Flugzeug unterstützt wird und als Drehscheibe für andere nachhaltige Verkehrsmittel, wie Elektrofahrzeuge, Elektrobusse und Motorroller, verwendet werden kann. Die modulare Bauweise ermöglicht es, dass die Urban Air Ports leicht demontiert und an alternative Standorte verlegt werden können. Das Konzept bietet sich auch im Rahmen des Katastrophenschutzes an. Drohnen und andere eVTOL können über den Urban Air Port flexibel Hilfsgüter, Ausrüstung und Menschen dorthin transportieren, wo sie benötigt werden.

Das Ziel: in den nächsten fünf Jahren weltweit über 200 urbane Flughäfen aufzubauen. Das Interesse daran haben bereits viele Städte weltweit bekundet. Nachdem die Finanzierung von Air-One gesichert ist, befindet sich Urban Air Port derzeit in Gesprächen mit Investoren, um die Kommerzialisierung und das globale Wachstum zu beschleunigen.

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