Intralogistik Im Distributionszentrum zählt der Faktor Zeit

Autor / Redakteur: Thomas Wiesmann / Volker Unruh

Ausschlaggebend für die schnelle Auslieferung von Warensendungen ist eine reibungslos funktionierende Intralogistik. Im Auftrag der Hermes-Logistik-Gruppe hat die Beumer Maschinenfabrik mit Partnerunternehmen eine hochkomplexe Förder- und Verteilanlage gebaut, mit der bis zu 22000 Sendungen pro Stunde verarbeitet und in alle Welt verschickt werden können.

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Im neuen Umschlagzentrum der Hermes-Logistik-Gruppe werden bis zu 22000 Warensendungen in der Stunde verarbeitet. Bild: Beumer
Im neuen Umschlagzentrum der Hermes-Logistik-Gruppe werden bis zu 22000 Warensendungen in der Stunde verarbeitet. Bild: Beumer
( Archiv: Vogel Business Media )

In Hückelhoven-Baalen, mitten im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande, hat die Hermes-Logistik-Gruppe ein neues Distributionszentrum errichtet. Für den Standort sprachen die verkehrsgünstige Lage sowie die direkte Nähe zum Hauptkunden, dem Teleshopping-Unternehmen QVC. Auf über 11000 m² erstreckt sich die Halle der Hauptumschlagbasis, die sich durch Schnelligkeit, Genauigkeit und hohe Durchsatzleistungen auszeichnet.

Seit der Eröffnung im Oktober 2007 haben sich alle Erwartungen an das neue Distributionscenter erfüllt. Bis zu 22000 Sendungen können hier stündlich verarbeitet und schnell international verteilt werden.

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Ausschlaggebend für die schnelle Auslieferung der Sendung ist die reibungslos funktionierende interne Logistik, die sich durch technische Innovationen und ausgeklügelte Systeme auszeichnet. Für den gesamten Bereich Förderanlagen inklusive der individuellen Software für die Systeme zeichnete die Beumer-Gruppe verantwortlich. Als Generalunternehmen arbeitete der Spezialist für intralogistische Lösungen in enger Kooperation mit den Unternehmen Lippert, Caljan-Rite sowie Vitronic, einem Spezialisten für industrielle Bildverarbeitung, zusammen.

In sechs Monaten installierte Beumer die komplette Anlage, die sich durch die gesamte, 11000 m² große Halle zieht. Die rund 680 m lange Fördertechnik sortiert und verteilt Kartons und Kleingut unterschiedlicher Größe aus Papier, Folie, Pappe oder Kunststoff.

Die Sortier- und Verteilanlage teilt sich in neun Bereiche auf:

  • den Wareneingang,
  • den Warenausgang,
  • zwei Hochleistungssorter für Pakete,
  • einen Kleingutsorter für Tütensendungen,
  • die Volumenmessung auf dem Sorter,
  • die Handschriftenerkennung durch Optical Character Recognition (OCR), die Anbindung an die QVC-Brücke und
  • den Retouren-Bereich.

Die zwei Hochleistungskippschalensorter des Typs Beumer BS 25 E Tray werden von jeweils acht Einschleusungen aus den externen und internen Bereichen sowie zwei Einschleusungen aus dem OCR-Bereich versorgt. Je nach Endbestimmungsort werden die Sendungen dann über 80 Wendelrutschen zum Süd- oder Nordausgang verteilt.

Wareneingang für Handaufgabe und automatische Bereiche

Der Wareneingang teilt sich in die drei Bereiche QVC, Geschäftskunden und Privatkunden auf. Dabei wird noch zwischen Handaufgabe für Tüten und Kleinstpakete und den automatischen Bereichen unterschieden.

Die gelieferten Corletten werden per Hand oder über eine Kippstation auf das Einschleusband entladen und die Sendungen gelangen von dort auf den Sorter. Der Kleingutsorter mit einer Gesamtlänge von 164 m und einer Kapazität von stündlich 5500 Sendungen wird über vier semiautomatische Einschleusungen mit Tüten und Kleinstpaketen versorgt.

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