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Leasing

In fünf Schritten zum perfekten Leasingvertrag

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4. Eckpunkte eines Leasingvertrages: Kurze Abgrenzung zu Kredit und Erläuterungen der wesentlichen Bestandteile von Leasing

Möchte ein Unternehmen mobile Investitionsgüter leasen, so tritt die Leasinggesellschaft im Normalfall in den vom Leasingnehmer mit seinem Lieferanten geschlossenen Liefervertrag (Bestellung oder Auftragsbestätigung) ein. Der Unternehmer bestimmt also das Fabrikat, spezielle Ausstattungsoptionen und den Lieferanten, außerdem hat er natürlich mit dem Lieferanten den Preis ausgehandelt. Der Unternehmer tritt damit wie ein ganz normaler „Barkäufer“ auf. Vor dem Kaufeintritt ist allerdings der Leasingvertrag abzuschließen. Die Kosten der Beschaffung und der Finanzierung des Objektes durch die Leasinggesellschaft werden durch die Nutzungsüberlassung an den Leasingnehmer während der Laufzeit ganz oder teilweise sozusagen gegenfinanziert.

Ob ein Leasingvertrag zustande kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Bonität des Antragstellers und der Bewertung des Objektes. Sicherheiten wie Mietvorauszahlungen, Kautionen oder Depotzahlungen können zur Reduzierung des Risikos des Leasinggebers zur Abschlussbedingung gemacht werden. Im Vergleich zur klassischen Finanzierung hat Leasing meist deutlich kürzere Laufzeiten.

Die in der Regel mit der klassischen Kreditfinanzierung verbundene längere Vertragsbindung ist nicht nur im Fall von technologischen Entwicklungssprüngen oder einer geänderten Nachfrage problematisch, sondern auch im Fall von Zahlungsschwierigkeiten. In allen Fällen bleibt der Kreditnehmer auf den „Schulden“ sitzen und muss das Objekt selbst verkaufen.

Mit dem Leasinggeber hingegen hat er einen Fachmann zur Seite, der auch über entsprechend gute Wiedervermarktungsmöglichkeiten verfügt. Zusätzlich ergeben sich steuerliche Nachteile, denn die Abschreibung hat sich an den amtlichen AfA-Tabellen (= Absetzung für Abnutzung = Abschreibungstabellen) zu orientieren, sodass Amortisationszeiten bis zu 60 % länger sind als bei einer entsprechenden Leasingfinanzierung. Hinzu kommt die negative Auswirkung der Kreditfinanzierung auf die Bilanzrelationen (Bilanzverlängerung, sinkende EK-Quote).

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5. Mobile Leasingobjekte: Was können Gewerbetreibende leasen?

Unternehmen können mehr leasen, als sie denken. Grundsätzlich lassen sich alle mobilen Anlagegüter leasen. Maschinen, Computer, Tablets, Software, Bürocontainer, Lagersysteme oder mobile Hallen sind nur einige Beispiele. Besonders für Produkte mit schnellen Innovationszyklen, also Maschinen, IT und Kommunikationstechnik, eignet sich gewerbliches Leasing. Aber auch für Objekte mit besonders langen Abschreibungslaufzeiten wie Büromöbel oder Lagereinrichtungen, um über Leasing den Abschreibungszeitraum zu verkürzen und so der tatsächlichen, oft wesentlich kürzeren Nutzungsdauer anzupassen (Pay-as-you-earn-Prinzip). ■

* Ralf Marquardt ist Geschäftsführer der FML Finanzierungs- und Mobilien Leasing GmbH & Co. KG in 20457 Hamburg, Tel. (0 40) 76 79 69-0, info@fml.de

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