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Fördertechnik Innovatives Kleinteilelager für Industriekamerahersteller

| Redakteur: Gary Huck

Hörmann Logistik richtet für den Hersteller von Industriekameras Imaging Development Systems (IDS) am Hauptsitz in Obersulm ein innovatives Kleinteilelager vom Typ Autostore ein.

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Die Roboter für den Behältertransport sind batteriebetrieben und laden sich bei Bedarf selbstständig auf.
Die Roboter für den Behältertransport sind batteriebetrieben und laden sich bei Bedarf selbstständig auf.
(Bild: Hörmann Logistik)

Um das Autostore-System maßgeschneidert für IDS auslegen zu können, führte man bei Hörmann Logistik einige Anlagensimulationen auf Basis realer Kundendaten durch. Aufgrund der Simulationsergebnisse wurde laut dem Logistikunternehmen eine Kundenkonfiguration für etwa 2610 Behälter in der Abmessung 649 mm × 449 mm × 220 mm über zehn Ebenen ermittelt. Drei Carousel-Arbeitsplätze, die von fünf autonomen Robotern versorgt werden, sollen eingerichtet werden. Je ein Arbeitsplatz sei dabei dem Wareneingang, dem Warenausgang zur Produktion und dem Warenausgang zum Versand zugeordnet.

Behälter haben Netto-Zuladung von etwa 30 kg

Das Autostore-System von Hatteland besteht aus einem an drei Seiten verkleideten Aluminium-Rastersystem mit der Abmessung 10,6 m × 11,2 m × 2,4 m – exklusiv der Servicebühne. Stapel zu je zehn Behältern stehen direkt auf dem Hallenboden. Über diesen Stapeln verläuft das Fahrschienensystem (Grid). Von dort nehmen fünf batteriebetriebene autonome Roboter Behälter auf, sortieren sie um und dienen sie an die Kommissioniermodule an. Die Behälter sind für ein Maximalgewicht von 35 kg ausgelegt, was einer Netto-Zuladung von etwa 30 kg entspricht. Um Überladung zu vermeiden, findet an den Ports eine Übergewichtsprüfung statt. Durch Trenneinlagen können die Behälter flexibel für die Nutzung mehrerer Artikel unterteilt werden.

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Die Roboter, die sich über vier über Eck angeordnete Räderpaare in zwei Richtungen bewegen, kommunizieren über WLAN mit der Autostore-Steuerung. Bei zu geringer Batteriekapazität begeben sich die Roboter automatisch zu einer der am Rand des Grids angeordneten Ladestationen. Sie können sich mit einer Beschleunigung von 0,8 m/s² und einer Geschwindigkeit von 3,1 m/s bewegen. Laut Hörmann ist das System für 800 Ein- und Auslagerungen am Tag ausgelegt.

Steuerung bildet Schnittstelle zu ERP-System

Gesteuert wird die Anlage von dem von Hörmann Logistik selbst entwickelten Lagerverwaltungs- und Steuerungssystem „HiLIS“. Die Steuerung kennt den Inhalt aller Behälters und übernimmt die übergeordnete Verwaltung sowie Steuerung des gesamten Systems. Sie bildet auch die Schnittstelle zum ERP-System des Kunden. Über eine Touchscreen-Benutzeroberfläche stehen Arbeits- und Kommissionieranweisungen zur Verfügung. Zusätzlich unterstützt die Steuerung auch noch permanente Inventurprozesse, Leerbehälter-Einbringung, Status-Dialoge und Sonderzugriffe auf die Behälter. Man könne dem System komplette Kommissionieraufträge mit einzelnen Kommissionierposten übergeben. 30 Minuten Vorlaufzeit genügen laut Hersteller, damit die integrierten Optimierungsalgorithmen mit höchster Effektivität arbeiten.

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