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Produktionsoptimierung Integrierte Datenerfassung optimiert die Produktion

| Autor / Redakteur: Franz Pentenrieder / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Bei einem Anbieter kupferbeschichteter, glasfaserverstärkter Basismaterialien zur Herstellung von Leiterplatten hat die Integration der Datenerfassung in die Produktion die Abläufe in der Endbearbeitung der Laminate optimiert. Ein weiteres Projektziel war die Verbesserung der Datenqualität.

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(Bild: Bild: Membrain)

Die Isola GmbH wurde 1912 in Düren gegründet und beschäftigt dort circa 350 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist eine Schwestergesellschaft der Isola USA Corp. mit Sitz in Chandler (Arizona/USA) sowie zwei weiteren Standorten in Elk Grove (California) und Ridgeway (South Carolina). Heute zählt Isola zu den führenden Herstellern von kupferbeschichteten, glasfaserverstärkten Basismaterialien (Elektroniklaminaten), die zur Herstellung von Leiterplatten benötigt werden.

Projekte zur Optimierung der Produktionsprozesse werden auch vom deutschen Standort in Düren aus betreut. Zur Produktion der glasfaserverstärkten Basismaterialien müssen fünf Prozesse durchlaufen werden – die Imprägnierung, das Eintafeln, das Pressen, das Austafeln und die Endbearbeitung.

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Abläufe in der Endbearbeitung von Laminaten optimieren

Ziel des Projektes war es zunächst, die Abläufe in der Produktionsstufe Endbearbeitung der Laminate zu optimieren. Dabei sollte die Datenerfassung, die im sogenannten Abschreiberbüro stattfand, in die Produktion integriert werden. Ebenso erhoffte man sich eine Verbesserung der Datenqualität. Die Optimierung dieses Projektes wurde in Teilprojekte eingeteilt:

  • 1. Teilprojekt: Fehlererfassung (Umsetzung: Deutschland/USA);
  • 2. Teilprojekt: Merkmalerfassung, Verwendungsentscheid, Kundenetikett und Verpackungs-/Kundenvorschriften (Umsetzung: Deutschland);
  • 3. Teilprojekt: Erstellung von Lieferschein und Qualitätsprüfzeugnis (Umsetzung: Deutschland).

Das erste Teilprojekt wurde nach erfolgreicher Umsetzung in Düren auch in den drei Isola-Werken in den USA implementiert. Teilprojekt 2 und 3 wurden aufgrund des im deutschen Werk bestehenden hohen Automatisierungsgrades nur in Düren umgesetzt.

Seit 2003 fanden alle Dateneingaben und die damit verbundene Erstellung der Dokumente für die Produktionsstufe Endbearbeitung in einem eigens dafür vorgesehenen Abschreiberbüro statt. Die dazu notwendigen Transaktionen wurden vom Anlegen des Fertigungsauftrages bis zur Erstellung der Versandpapiere in SAP (GUI) durchgeführt. Zur Fehlererfassung erstellten die Produktionsmitarbeiter eine handschriftliche Fehlerliste, die im Abschreiberbüro in das System eingegeben wurde.

Eingaben per Hand machte Datenerfassung fehleranfällig

Dies war sehr zeitaufwendig und verursachte Übertragungsfehler, was wiederum zu einer unbefriedigenden Datenqualität führte. Die Abläufe über das Abschreiberbüro waren umständlich, zeitaufwendig und verursachten zusätzliche Kosten. Die Standardtransaktionen von SAP wären zu komplex für die Produktionsmitarbeiter gewesen.

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