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Bildverarbeitung Kamerasystem dokumentiert logistische Prozessschritte

Redakteur: Volker Unruh

Sind Aufträge tatsächlich nicht vollständig ausgeliefert oder reklamierte Teile wirklich schon beim Kommissionieren beschädigt worden? Die Antwort auf solche Fragen gibt ein neues Kameraüberwachungssystem, das sich entlang von Produktions- oder Kommissionierlinien installieren lässt und alle relevanten Prozessschritte dokumentiert.

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Mit einem Videoüberwachungssystem werden Kommissioniervorgänge lückenlos dokumentiert. Lieferanten erhalten damit eine sichere Möglichkeit, sich vor unberechtigten Reklamationen zu schützen.Bild: Klug
Mit einem Videoüberwachungssystem werden Kommissioniervorgänge lückenlos dokumentiert. Lieferanten erhalten damit eine sichere Möglichkeit, sich vor unberechtigten Reklamationen zu schützen.Bild: Klug
( Archiv: Vogel Business Media )

Videoüberwachung ist in aller Munde – und in vielen Bereichen schon gang und gäbe. Ganz London ist ja zum Beispiel schon videoüberwacht. Was liegt also näher, als bereits vorhandene Techniken und Systeme aus diesem Bereich, darunter vor allem Bildauswertung und CCD-Kameras, mit solchen aus der Intralogistik zu kombinieren, um Produktionsprozesse oder Abläufe beim Kommissionieren zu dokumentieren?

Beim Intralogistik-Spezialisten Klug GmbH integrierte Systeme aus dem oberpfälzischen Teunz hat man dies getan und aus handelsüblicher Videotechnik und Branchenknow-how ein Kontrollsystem entwickelt, das sich problemlos in Kommissionier- oder Produktionsprozesse integrieren lässt.

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Das Ziel der Entwicklung des sogenannten Picture Tracing Systems (PTS) war zunächst einmal die Erhöhung der Lieferqualität durch eine um nicht nur mit Fördertechnikwaagen oder Kassenscannern durchgeführte Kontrolle.

Picture Tracing System dokumentiert automatische Pick-Vorgänge durch Bilderfassung

Durch nahezu beliebig viele Kameras, die entlang von Kommissionierlinien montiert werden, lassen sich zum Beispiel sämtliche relevanten manuellen und gegebenenfalls auch automatischen Pick-Vorgänge durch eine Bilderfassung dokumentieren. Denkbar ist natürlich auch der Einsatz an Montagestrecken, um einzelne Fertigungsschritte bildlich festzuhalten.

Anhand der Auftrags- oder auch der Kundennummer, die mit den Bildern verknüpft wird, kann der Lieferant oder Produzent exakt nachvollziehen, an welcher Stelle im Lager und zu welcher Uhrzeit ein Auftrag kommissioniert oder montiert wurde.

Mit dieser Dokumentation lassen sich zwei Dinge erreichen: Zum Einen können berechtigte Reklamationen bearbeitet, zum Anderen vorgetäuschte verifiziert werden. So könnte die Bilddokumentation also durchaus auch einen abschreckenden und damit präventiven Charakter erhalten. Allen voran dürften sich daher Versandhäuser und Internethändler, aber auch die Pharmaindustrie vom Picture Tracing System angesprochen fühlen.

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