Bildverarbeitung

Kamerasystem dokumentiert logistische Prozessschritte

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Im Reklamationsfall bleiben die Bilddateien gespeichert

Ein großer Vorteil des dezentralen Bildarchivs ist, dass Bilddokumente über einen längeren Zeitraum gespeichert werden können, ohne dass ERP-, Warenwirtschafts- oder Lagerverwaltungssysteme damit be- oder gar überlastet würden. Im Handelsbereich kann aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Reklamationsfristen von einem Datenerhalt von etwa 30 bis 40 Tagen – Kulanzzeiten inbegriffen – ausgegangen werden, bevor die Bilder gelöscht oder auf anderen – zum Beispiel optischen – Datenträgern gespeichert werden. Im Reklamationsfall bleiben die Daten gespeichert, bis sie manuell gelöscht werden. Aber das ist eine reine Projektierungsaufgabe, diese Werte können selbstverständlich frei parametriert werden.

Dem Anbieter zufolge lohnt sich die Investition in das Picture Tracing System immer dann, wenn Unternehmen unter einer hohen oder einer sich nach oben bewegenden Reklamationsquote bei ihren Auslieferungen leiden. Der dann wohl nicht mehr zu übersehende Handlungsbedarf kann den Ausführungen von Klug zufolge mit drei Maßnahmen gestillt werden: man ignoriert ihn, man führt vermehrt 100%-Kontrollen ein oder man investiert in das Picture Tracing System.

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100%-Kontrollen erfordern höheren Personalaufwand

Während der erstgenannten Lösung kaum noch etwas hinzuzufügen ist, lässt die zweitgenannte erheblich mehr Überlegungsspielraum zu. Mehr 100%-Kontrollen ziehen nämlich in den meisten Fällen einen deutlich höheren Personalaufwand und längere Durchlaufzeit nach sich, was sich in aller Regel weder auf die Personalkosten noch auf die Kundenzufriedenheit positiv auswirkt.

Natürlich ist es immer ein Rechenexempel, ob und ab welcher Fehlerquote im Warenausgang sich die Investition in neue Technik lohnt. Pluspunkte gewinnt das Picture Tracing System allerdings schon durch die Möglichkeit, Reklamationen auch im nachhinein noch sauber klären zu können. Sind sie berechtigt, lassen sich Fehlerquellen schnell aufdecken und beheben.

Wer sich für das Picture Tracing System von Klug interessiert, muss zunächst einmal klären, wie viele Kamerapunkte er braucht und wie viele Aufträge pro Tag durch seinen Betrieb laufen. Außerdem sollte geklärt werden, ob und wo Videosequenzen von welcher Länge gewünscht sind oder ob Standbilder ausreichen. Danach lässt sich berechnen wie der Zentrallrechner dimensioniert werden muss und wieviel Speicherplatz für welchen Zeitraum und mit wieviel Reserve benötigt wird.

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