Bildverarbeitung

Kamerasystem dokumentiert logistische Prozessschritte

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Das heißt aber, dass Recherche und Zugriff auf die Daten von extern Orten möglich sein müssen – woran Klug natürlich bei der Entwicklung des Systems gedacht hat. So ist beispielsweise ein Szenario vorstellbar, in dem 20 Standorte eines Unternehmens mit dem Picture Tracing System ausgerüstet werden sollen, und zwar mit jeweils 20 Kameras.

Die Reklamationsbearbeitung wird aber zentral, also an nur einem Standort erledigt. Das heißt, dass dieser Standort jederzeit schnell und reibungslos auf sämtliche dokumentierten Lieferprozesse aller Filialen zugreifen können muss. Und weil das möglich ist, darf das Picture Tracing System mit Fug und Recht als mandantenfähig bezeichnet werden.

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Das Bilddokumentationssystem kommuniziert über eine Schnittstelle mit dem Lagerverwaltungssystem

Damit die Bilddatensuche im Picture Tracing System – das System läuft ja wie bereits erwähnt autark – nicht ins virtuelle Nirwana führt, ist die Picture-Tracing-Software über eine Schnittstelle mit dem unternehmenseigenen Warenwirtschafts- oder Lagerverwaltungssystem verbunden. So wird sichergestellt, dass alle relevanten Informationen des Kundenauftrags für die Bilddokumentation zur Verfügung stehen. Das sind in der Regel die Behälternummer, der Lieferschein oder sogar einzelne Picklisten mit Artikelnummern, die genau Auskunft darüber geben, welche Artikel zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort gepackt worden sein müssen.

Da das Picture Tracing System bei jeder Bildaufnahme den Behälter-Barcode scannt, werden völlig tranparente Abläufe geschaffen, die Zuordnung von Bilddokumenten und Prozessen ist jederzeit möglich. Daher lassen sich dann auch ganz gezielt einzelne Bilder aufrufen, die genau an dem (Kommissionier-)Ort aufgenommen wurden, wo der beanstandete Artikel in den Behälter gelegt wurde. Meist reicht dann noch ein zweites Foto aus, das vor dem Verschließen der Versandverpackung geschossen wurde, um über die Rechtmäßigkeit einer Reklamation zu befinden. Dies funktioniert auch bei größeren Lieferungen.

Retourenbearbeiter bekommt nur die relevanten Bilder angezeigt

Hat ein reklamierender Kunde beispielsweise eine Lieferung von 20 oder mehr Behältern bekommen, muss der Retourenbearbeiter lediglich die Artikel- oder Behälternummer ins Dialogfeld eingeben und reduziert schon allein dadurch die Bildauswahl, die ihm zur Verfügung gestellt wird. Er bekommt nur die Bilder angezeigt, auf denen die Behälter abgelichtet sind, in denen sich der reklamierte Artikel befunden haben könnte. Dabei kann er auch noch festlegen, in welcher Dichte, also von welchen kameraüberwachten Kommissionierplätzen, er Bilder sehen will.

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