Bildverarbeitung

Kamerasystem dokumentiert logistische Prozessschritte

Seite: 2/5

Firmen zum Thema

Der Rechner muss einen hohen Datendurchsatz leisten können

Das Picture Tracing System ist als autark arbeitende Anlage konzipiert, mit eigener Verkabelung, eigener Sensorik und eigenen Barcode-Scannern. Das heißt, das es sich völlig unabhängig von Steuerungen oder Auto-ID-Systemen in bereits bestehende Materialflusssysteme integrieren lässt. Bereits installierte Scannerstationen in Fördertechnikanlagen bleiben von dem Picture Tracing System völlig unberührt.

Im Wesentlichen besteht das Picture Tracing System aus den Kameraeinheiten und einem Zentralrechner mit der Applikationssoftware für die automatische Datenerfassung. Die Kameraeinheit wiederum setzt sich aus einer handelsüblichen, industrietauglichen CCD-Kamera, einer Steuerplatine mit etwas Zwischenspeicher, einem Laserscanner zur Erfassung der mit Barcode gekennzeichneten Behälter und Sensoren zusammen, die in einem kompakten Gehäuse untergebracht sind. Alle Kameras eines Systems sind in einem unabhängigen Netzwerk miteinander verkabelt.

Bildergalerie

Scanner löst Kamera und Beleuchtungsmodul aus

Jede Kamera kann über die Software individuell ihren Aufgaben oder ihrem Einsatzort entsprechend eingestellt werden, von der Bildauflösung bis zur Belichtung. Zudem hat Klug ein Beleuchtungsmodul entwickelt, das bei Bedarf in die einzelnen Kamerainstallationen integriert werden kann.

Die Auslösung erfolgt, wenn ein Behälter mit Barcode an einem Lesegerät vorbei fährt. Dann schaltet ein Sensor den Scanner zur Erfassung des Behälter-Barcodes ein. Der Scanner wiederum löst die Kamera und gegebenfalls das Beleuchtungsmodul aus. Dabei kann für jede einzelne Kamera beliebig definiert werden, ob Einzelbilder, Zeitraffer- oder Videosequenzen aufgenommen werden.

Der Zentralrechner muss von seiner Grundkonfiguration her für einen mächtigen Datenstrom ausgelegt sein. In einer bereits realisierten Anlage mit 21 installierten Kameras beispielsweise laufen im Durchschnitt rund 500 000 Bilder pro Tag in den Server. Das entspricht einer Datenmenge von 160 GByte, die mal eben weggespeichert werden müssen. Aufgrund dieser großen Datenmengen ist klar, dass der Server für die Bilder immer vor Ort betrieben werden sollte. Eine Datenübertragung über das Internet wäre da eher als unrealistisch anzusehen.

(ID:352003)