Fabrikplanung
KI kann keine Fabrik planen – zumindest nicht alleine

Von Viktor Poplavski * 6 min Lesedauer

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Warum die Industrie weniger über künstliche Intelligenz (KI) und mehr über die Qualität ihrer Entscheidungen sprechen sollte ...

KI sollte nicht als Fabrikplaner dienen, sondern das Bindeglied zwischen Daten, Modellen und demjenigen darstellen, der am Ende entscheiden muss.(Bild:  T&O Group/KI)
KI sollte nicht als Fabrikplaner dienen, sondern das Bindeglied zwischen Daten, Modellen und demjenigen darstellen, der am Ende entscheiden muss.
(Bild: T&O Group/KI)

Eine Fabrik soll 30 Prozent mehr Volumen bewältigen. Reicht die Logistik aus? Wie viele zusätzliche Fahrzeuge werden benötigt? Wo entsteht der nächste Engpass? Welche Investition ist wirtschaftlich sinnvoll? Früher hätten Planer Daten ausgewertet, Modelle aufgebaut und Szenarien untersucht. Heute wird die Frage schnell einer KI übergeben. Sekunden später erscheint eine plausible Antwort, vielleicht sogar mit Empfehlung. Doch ist sie belastbar genug für eine Investitionsentscheidung?

Eine zentrale Schwierigkeit beim Einsatz künstlicher Intelligenz in Produktion und Logistik lautet: Eine plausible Antwort ist noch keine belastbare Entscheidung. Fabriken bestehen aus Restriktionen, Wechselwirkungen, zeitlichen Abhängigkeiten, Unsicherheiten und Zielkonflikten. KI kann unterstützen, ersetzt aber nicht die Methoden, mit denen diese Zusammenhänge untersucht werden.