Automatisierung Serviceroboter stehen auf die Intralogistik

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Roboterverkäufe legen um 19 Prozent zu, wobei asiatische Anbieter kräftig wachsen, Europäer dagegen Marktanteile verlieren. Zunehmend etabliert sich Robot-as-a-Service (RaaS) im Markt.

Der weltweite Absatz mobiler Roboter in der Intralogistik stieg 2025 um 19 Prozent auf rund 103.700 Einheiten.(Bild:  VDMA/IFR)
Der weltweite Absatz mobiler Roboter in der Intralogistik stieg 2025 um 19 Prozent auf rund 103.700 Einheiten.
(Bild: VDMA/IFR)

Der Jahresreport „World Robotics 2026 – Service Robots“ der International Federation of Robotics (IFR) offenbart, dass weltweit rund 117.500 Roboter für Transport- und Logistikanwendungen abgesetzt werden konnten. Insgesamt weist der IFR-Jahresbericht 250.000 verkaufte Einheiten im Bereich Serviceroboter aus. Mit einem Anteil von 47 Prozent wurden danach für keinen anderen Bereich mehr Roboter gebaut als für Transport und Logistik. Von den verkauften Einheiten entfallen etwa 103.700 auf mobile Roboter für Intralogistikanwendungen (19 Prozent mehr als 2024). Die Roboter kommen für Material- und Warentransporte in Innen- und Außenbereichen zum Einsatz, versorgen Produktionsprozesse, bewegen Waren im Lager und unterstützen die Be- und Entladung von Lkw und Paletten.

Woher stammen die stählernen Gesellen?

Die meisten mobilen Roboter für Intralogistik stammen mit über 90 Prozent aus der Region Asien-Pazifik, gefolgt von Europa mit 7 Prozent sowie Nord- und Südamerika mit 1 Prozent. Der direkte Verkauf bleibt der wichtigste Absatzkanal. „Robot-as-a-service“-Angebote setzen sich jedoch zunehmend durch. Von 2024 auf 2025 wuchs dieser Markt um 42 Prozent.

Der hohe asiatische Marktanteil zeigt die enorme Dynamik der dortigen Automatisierungsmärkte. Der faire Wettbewerb mit chinesischen Anbietern ist willkommen.

Sascha Schmel, GF des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik

VDMA-Mann Schmel gibt im gleichen Zug zu bedenken, dass chinesische Fördermaßnahmen ungleiche Wettbewerbsbedingungen zulasten europäischer Hersteller schaffen würden. Dabei würden in industriellen Anwendungen nicht allein Stückzahlen entscheiden, „sondern vor allem Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Service“.

Für alle, die tiefer in die Materie einsteigen möchten, veranstaltet die IFR am Freitag, den 30. Oktober ein Webinar zum Jahresbericht, in dem die wichtigsten Marktzahlen, Trends und Entwicklungen der globalen Servicerobotik vorgestellt werden. Im Fokus stehen außerdem aktuelle Schwerpunktthemen wie Bau- und Abbruchroboter sowie Humanoide.

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