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Intralogistik Kion baut neues Staplerwerk in China

Kion liegt mit rund 8,8 Mrd. Euro Umsatz im vergangenen Jahr auf Platz 2 im Ranking der weltweit größten Flurförderzeuganbieter. Mit dem Bau eines Werkes für Gegengewichtsstapler im ostchinesischen Jinan investiert der Konzern massiv in die Zukunft. Anfang März hat man außerdem 100 % der Anteile des britischen Softwarehauses DAI übernommen.

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Kion will sein Geschäft in China langfristig ausbauen. Zu diesem Zweck errichtet man im ostchinesischen Jinan ein zusätzliches Werk für den Bau von Gegengewichtsstaplern.
Kion will sein Geschäft in China langfristig ausbauen. Zu diesem Zweck errichtet man im ostchinesischen Jinan ein zusätzliches Werk für den Bau von Gegengewichtsstaplern.
(Bild: Kion)

Im laufenden Geschäftsjahr will die Kion Group, zu der weltbekannte Marken wie Linde, Still und Dematic gehören, an Erfolge des Vorjahres anknüpfen: Für das Segment Industrial Trucks & Services erwartet man einen Auftragseingang „zwischen 6,25 und 6,55 Mrd. Euro“. Mit seinem Standbein Supply Chain Solutions will man Aufträge im Bereich zwischen 2,50 und 2,80 Mrd. Euro schreiben.

Massive Zukunftsinvestitionen

Um sein mittel- und langfristiges Wachstum weiter voranzutreiben, investiert der Konzern massiv in die Zukunft. Wie aus einer Pressemeldung hervorgeht, spielt „der langfristige Ausbau des Geschäfts in China“ in der Wachstumsstrategie eine Schlüsselrolle. Dokumentiert wird das unter anderem durch den Bau eines zusätzlichen Werkes für Gegengewichtsstapler im ostchinesischen Jinan. Dafür wurde gemeinsam mit dem chinesischen Anker-Investor Weichai Power eine neue Gesellschaft gegründet, an der Kion 95 % hält (Weichai Power: 5 %).

Am 2. März hat der Intralogistikriese Kion 100 % der Anteile von Digital Applications International (DAI) übernommen. Für den auf Logistikanwendungen spezialisierten britischen Softwarehersteller gingen rund 120 Mio. Euro über den Tresen, von denen „aufgrund der gewählten Transaktionsstruktur nur 97 Mio. Euro cash-wirksam sind“. Mit DAI, das Teil des Kion-Segments Supply Chain Solutions wird, erweitert Dematic sein Softwareangebot, das den Transport, die Lagerung und die Verteilung von Waren über die gesamte Lieferkette unterstützt.

Kion-Vorstandsvorsitzender Gordon Riske, der seit Kurzem auch an der Spitze des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik steht: „Mit diesen wichtigen strategischen Investitionen stärken wir langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit und setzen unsere Strategie ,KION 2027‘ weiter konsequent um.“ Kion erwartet, dass die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen jährlich um 4 % und die Nachfrage nach Supply-Chain-Lösungen „im hohen einstelligen Bereich“ wachsen wird.

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