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Transportsysteme Klinikbedarf profitiert von sauberem Materialfluss

Autor / Redakteur: Christian Macht / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Der japanische Medizintechnik-Hersteller Terumo senkte Verschleiß und Energieverbrauch bei der Fertigung von Einwegspritzen durch sparsame, aber präzise Fördertechnik von Denipro. Täglich werden bei Terumo 1,5 Mio. Einwegspritzen, 5,2 Mio. Einstichnadeln und 1 Mio. Blutschläuche hergestellt.

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Beim Medizintechnik-Anbieter Terumo werden Tag für Tag unter hohen hygienischen Ansprüchen Millionen von Spritzen hergestellt.
Beim Medizintechnik-Anbieter Terumo werden Tag für Tag unter hohen hygienischen Ansprüchen Millionen von Spritzen hergestellt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Medizintechnik-Anbieter Terumo mit einem Umsatz von rund 2 Mrd. Dollar (Europa: 350 Mio. Euro im Jahr 2008) wurde 1921 von dem Arzt Shibasaburo Kitasato gegründet. In seinen Anfängen stellte Terumo Thermometer her. Heute ist das japanische Unternehmen einer der größten Produzenten von klinischem Bedarf auf dem asiatischen Markt und längst zum „global player“ geworden.

Fördertechnik bringt Medizintechnik ins Rollen

Das Spektrum reicht von der Patientenüberwachung und Einweg-Artikeln über die Ausrüstung für Bluttransfusionen bis hin zu Herzgefäß-Anwendungen (Stents und Kathetern) sowie zahlreichen Anwendungen für Diabetes- und intravenöse Zwecke. Seit 1971 expandierte Terumo nach Europa, China, Indien, den Philippinen, Thailand und in die Vereinigten Staaten.

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Im belgischen Haasrode war das Schweizer Unternehmen Denipro, ursprünglich aus der Papierweiterverarbeitung bekannter Anbieter rollender Fördertechnik, bei der Einrichtung einer 2,5 Mio. Euro teuren Fertigungsstätte für Einwegspritzen behilflich. Die Investition in die 375 m lange Förderstrecke belief sich mit rund 200000 Euro auf 8% des Gesamtwerts. Vor allem die Einsparungen bei den laufenden Kosten sind es, die sich seit der Inbetriebnahme vor neun Jahren mehr als ausgezahlt haben.

5,2 Mio. Einstichnadeln pro Tag hergestellt

In den belgischen Produktionsstätten von Terumo wird auf insgesamt 40000 m2 an Produktionsflächen die für Außenstehende wohl nahezu unvorstellbare Menge von täglich 1,5 Mio. Einwegspritzen, dazu 5,2 Mio. Einstichnadeln und 1 Mio. Blutschläuchen hergestellt. Der Automatisierungsgrad ist hoch, die Qualität nach den ISO-Standards 13485 und 9001 zertifiziert.

„Wir wenden die strengsten Richtlinien bei jedem Produkt an, das bei uns hergestellt wird“, lautet die Firmenphilosophie. Abweichungen werden nicht geduldet, um hohe Ansprüche an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit lebenswichtiger Materialien zu garantieren.

Von der intralogistischen Leistung beim Materialfluss, die hinter dem hohen Qualitätsanspruch steht, wird seltener berichtet – obwohl auch hier Bemerkenswertes in puncto Zuverlässigkeit gefordert ist. Bei den Spritzen geht es vor allem darum, dass keine Lufteinschlüsse injiziert werden, die jeweilige Dosis klar erkennbar ist und das Material der Spritze selbst hygienisch erstklassig und frei von Fremdstoffen ist.

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