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Wertschöpfungsketten Kooperationen unter kleinen und mittelständischen Partnern erfolgreich machen

| Autor / Redakteur: Thomas Wöhrle / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

In Wertschöpfungsketten hat sich Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg bewährt: mit Lieferanten, Dienstleistern — und manchmal sogar mit Wettbewerbern. Es müssen jedoch einige Regeln und Besonderheiten beachtet werden, damit Kooperationen auch für kleine und mittelständische Unternehmen erfolgreich sind.

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Im Joint Venture Rudolph & Hellmann Automotive (RHA, im Bild das neue Parts Distribution Center in Dubai) vereinigen die Rudolph Logistik Gruppe, Baunatal, und Hellmann Worldwide Logistics, Dubai, ihre internationale Automobillogistik. Bild: Hellmann
Im Joint Venture Rudolph & Hellmann Automotive (RHA, im Bild das neue Parts Distribution Center in Dubai) vereinigen die Rudolph Logistik Gruppe, Baunatal, und Hellmann Worldwide Logistics, Dubai, ihre internationale Automobillogistik. Bild: Hellmann
( Archiv: Vogel Business Media )

„Gute, hoch spezialisierte und in die Prozesse und Informationsflüsse eingebundene Wertschöpfungspartner sind erfolgsentscheidend, wenn komplexe Aufgabenstellungen bewältigt werden müssen“, sagt Prof. Dr. Raimund Klinkner, Vorsitzender des Vorstands der Bundesvereinigung Logistik (BVL). „Allerdings ist ein für alle bindendes Regelwerk unerlässlich, das die Rechts- und Ethikkonformität der Zusammenarbeit sicherstellt.“

Transporteure bilden zeitlich begrenzte Allianzen

Etwa hätten sich Fertigfahrzeugtransporteure zur European Car Transport Group of Interest (ECG) zusammengeschlossen: insgesamt über 100 Unternehmen unterschiedlichster Größe aus ganz Europa, die sich am Markt durchaus als Wettbewerber begegnen. „Sie bilden aber auch zeitlich begrenzte Allianzen, weil sie bestimmte Großaufträge der Automobilindustrie nicht allein meistern können, wohl aber im Verbund mit zwei oder mehr Partnern“, erklärt Klinkner. „Das nutzt beiden Marktseiten.“

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Auch im Handel und im Konsumgüterbereich gibt es strategische Allianzen: Wenn etwa Markenartikler, die in den Regalen der Supermärkte im Wettbewerb stehen, untereinander oder mit ihren Rohstofflieferanten oder mit Handelsunternehmen gemeinsame Logistikdienstleister nutzen.

„Transportkapazitäten werden besser ausgelastet, Leerfahrten vermieden und es fahren insgesamt weniger, aber besser gefüllte Fahrzeuge“, so Klinkner weiter. „Der Kampf um den Konsumenten findet am Point of Sale statt, aber der sorgsame Umgang mit Ressourcen dient allen Marktbeteiligten – auch den Kunden und der Umwelt.“

Mittelstand kann nicht überall gleichermaßen präsent sein

Doch gerade der Mittelstand kann nicht in allen Ländern und Kontinenten gleichermaßen präsent sein. Es sind Restriktionen hinsichtlich Finanzierung, Human Resources und Know-how zu beachten. Daraus resultiert ein großes Interesse an Kooperationen.

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