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BME-Preisspiegel Packmittel Leichte Preiserhöhungen bei Verpackungen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Packmittelmarkt, der sich viele Jahre stabil entwickelte, ist 2014 wieder in Bewegung geraten. Das geht aus dem aktuellen Packmittelreport (3/2014) des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) hervor.

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Wellpappeverpackung mit Transponder
Wellpappeverpackung mit Transponder
(Bild: VBM-Archiv)

Die Exporte laut BME-Report sind bis zuletzt – wenngleich nur moderat – gestiegen, was mit leichten Preiserhöhungen bei Verpackungsmaterialien einherging. Im Zuge der weltweiten Krisen rechnen Experten mit spürbaren Rückgängen im Außenhandel. „Die Packmittelindustrie bleibt jedoch davon bisher unbeeindruckt“, sagt Volkmar Klein, Bereichsleiter BME-Benchmark-Services und empfiehlt, die Bedarfe jetzt möglichst langfristig abzusichern.

Der BME-Preisspiegel Packmittel enthält Preisindizes sowie kurz- und mittelfristige Prognosen für die wichtigsten Warengruppen und Vorprodukte wie Kartonagen, Holz, Kunststoff, Glas und Bleche. Abgerundet wird der Preisspiegel durch allgemeine Informationen über die aktuelle Marktsituation sowie die Entwicklung in den Transport- und Energiemärkten.

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Einige Produktgruppen im Detail

  • Faltschachteln: Die von den Herstellern angekündigten Preiserhöhungen konnten bisher nicht umgesetzt werden. Produktion und Absatz sind im Gleichlauf, sodass die Preise bis zum Jahresende hin auf dem aktuellen Niveau bleiben dürften.
  • Europaletten: Die Palettenpreise klettern weiter hoch (innerhalb der letzten 15 Monate legte der durchschnittliche Preis um etwa 3,8 % zu). Star gestiegene Holzpreise zwingen Produzenten, die Erhöhungen an die Endkunden weiterzugeben. Weitere leichte Preisanstiege im 2. Halbjahr 2014 scheinen realistisch.
  • Kunststoffe: Der Naphtapreis (wichtiges Vorprodukt für PP/PE) ist extrem gefallen, was zu einem Preisrückgang bei Polymeren führte. Aufgrund hoher Industrienachfrage konnte Polypropylen temporär an Wert gewinnen. Aufgrund aktuell eher schwacher Ölnotierung ist jedoch kurzfristig kaum mit einer Trendumkehr zu rechnen.

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