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Supply-Chain-Management Logistiker agieren als IT-Schnittstelle

| Autor / Redakteur: Ralf Bartsch / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

In der Automotive-Branche bestimmen die Fertigungsanlagen das Tempo. Zulieferer müssen jederzeit Schritt halten können, damit die Produktion im Takt bleibt. An den Schnittstellen Beschaffung, Produktion und Absatz können Logistikdienstleister mit optimierten IT-Lösungen des SCM Wettbewerbsvorteile schaffen.

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Mit optimierten IT-Lösungen bei Beschaffung, Produktion und Absatz können Logistikdienstleister ihren Kunden Wettbewerbsvorteile verschaffen.
Mit optimierten IT-Lösungen bei Beschaffung, Produktion und Absatz können Logistikdienstleister ihren Kunden Wettbewerbsvorteile verschaffen.
(Bild: CI-Unternehmensgruppe)

Weltweit agierende Automobilhersteller sehen sich zunehmend instabilen Märkten gegenüber. Das macht es für sie schwieriger, Trends vorherzusagen. In dem Maß, in dem ihre Planungssicherheit sinkt, steigen die Anforderungen an die Flexibilität. Die Konzerne müssen in der Lage sein, die Produktion von Baureihen relativ kurzfristig hochzufahren oder zu drosseln. Deutlich steigende Anforderungen an die Zulieferer gehen damit einher. Denn sie haben ihre Produkte taktgenau nach dem Just-in-Sequence-Prinzip anzuliefern, weil die Autobauer keine Lagerbestände in ihren Produktionsstätten dulden.

Einbinden der Logistikdienstleister in die Supply Chain

Als Folge dieser Entwicklung rückt ein leistungsfähiges Supply-Chain-Management (SCM) als wesentlicher Wettbewerbsfaktor verstärkt in den Fokus der Hersteller und Zulieferer. Immer mehr Unternehmen wollen Logistikdienstleister nahtlos in die Prozesse ihrer Supply Chain integrieren. Die dadurch anvisierten Ziele sind klar vorgegeben:

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  • sinkende Kosten,
  • steigende Qualität,
  • kürzere Produktions- und Transport-zeiten,
  • mehr Flexibilität,
  • eine bessere CO2-Bilanz sowie
  • gesteigerter Kundennutzen.

Um diese Ziele zu erreichen, müssen SCM-Konzepte so angelegt sein, dass sie aktuellen und künftigen Herausforderungen wirksam begegnen können. Dazu gehören in erster Linie steigende Transportkosten, verursacht durch sich weiter verteuernde Energiepreise und regulatorische Maßnahmen wie höhere Mautgebühren. Hinzu kommt die fortschreitende Individualisierung der Kundenwünsche, verbunden mit wachsenden Ansprüchen an Logistikleistungen sowie dem Anschwellen zwischenbetrieblicher Datenflüsse. Nicht außer Acht gelassen werden darf zudem die Zunahme infrastruktureller Engpässe und höherer Auflagen im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes.

Alle Teilnehmer der Supply Chain müssen miteinander kommunizieren und planen können

Angesichts der hochgesteckten Ziele wie auch der Vielzahl von Herausforderungen an das SCM müssen wir uns allerdings eines bewusst machen: Ein leistungsfähiges SCM basiert darauf, dass sämtliche Beteiligten entlang der Lieferkette miteinander kommunizieren, prognostizieren und planen können. Das wiederum setzt die Analyse großer Datenmengen innerhalb dieses Verbundes voraus. Und hier beginnen die Probleme.

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