Logistik braucht Infrastruktur
Logistikimmobilien enden nicht an der Grundstücksgrenze

Von Martin Pollpeter * 4 min Lesedauer

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Der Markt für Logistikimmobilien hat sich in den letzten Jahren fundamental gewandelt. Getrieben durch den wachsenden Onlinehandel und die Notwendigkeit hochgradig stabiler Lieferketten sind moderne Standorte heute weit mehr als bloße Lagerflächen.

Im Mittelweserpark Estorf entstand der Neubau eines nachhaltigen Industrie- und Logistikparks nach DGNB-Gold-Standard mit einer Gesamtfläche von 127.090 Quadratmetern für Mietdauern ab 5 Jahren.(Bild:  Bockelmann Fritze plan4buildING)
Im Mittelweserpark Estorf entstand der Neubau eines nachhaltigen Industrie- und Logistikparks nach DGNB-Gold-Standard mit einer Gesamtfläche von 127.090 Quadratmetern für Mietdauern ab 5 Jahren.
(Bild: Bockelmann Fritze plan4buildING)

Moderne Standorte fungieren heute als hochperformante Knotenpunkte, deren Effizienz maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg entscheidet. Doch während in der Branche oft über maximale Flächeneffizienz im Inneren der Hallen diskutiert wird, zeigt meine Erfahrung als Generalplaner: Die langfristige Wirtschaftlichkeit eines Projekts entscheidet sich zunehmend an den Schnittstellen zur Außenwelt. Wer heute wertstabil bauen will, muss das Gebäude als Teil einer umfassenden Infrastruktur begreifen.

Infrastrukturelle Risikoanalyse: Belastbarkeit statt bloßer Erreichbarkeit

Klassische Standortanalysen konzentrieren sich meist auf die rein geografische Nähe zum Fernstraßennetz oder die Entfernung zur nächsten Autobahnabfahrt. Aus der Perspektive der Generalplanung greift dieser Blick jedoch zu kurz. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit besteht darin, die tatsächliche bauliche Belastbarkeit der regionalen Verkehrswege zu bewerten.