Immobilienwirtschaft
7 Trends bringen den Parkplatz 2026 auf die Agenda

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 9 min Lesedauer

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Die Außenfläche wird zur Planungsaufgabe: Der Parkdruck wandert auf private Flächen, Free Flow holt gegenüber Nordeuropa auf, KI scheitert an der Datenlage. Sieben Trends nach der Münchener Fachmesse Expo Real.

Free Flow an der Einfahrt: Bei diesem Parkverfahren verschwindet nicht nur das Ticket, sondern auch die Zufahrtskontrolle selbst.(Bild:  Wemolo)
Free Flow an der Einfahrt: Bei diesem Parkverfahren verschwindet nicht nur das Ticket, sondern auch die Zufahrtskontrolle selbst.
(Bild: Wemolo)

Ladepunkte, Solardächer, Bäume, Anwohnerparken: Der Parkplatz bekommt immer mehr Aufgaben, während die Pflicht, ihn zu bauen, fällt. Mehrere Länder haben ihre Stellplatzvorgaben gestrichen oder den Kommunen überlassen, Hamburg hat sie durch einen Mobilitätsnachweis ersetzt. Ab dem 1. Januar 2027 genügt im Bestand nicht mehr ein einziger Ladepunkt, sondern einer je zehn Stellplätze. „Die Fläche bekommt nicht mehr Quadratmeter, nur mehr Aufgaben“, sagt Jakob Bodenmüller, CEO und Mitgründer von Wemolo. „Wer sie ein zweites Mal vergeben will, muss zuerst wissen, wann sie frei ist.“ Europas führender Anbieter für schrankenloses Parkraummanagement bewirtschaftet europaweit mehr als 4.500 Parkflächen mit rund 370.000 Stellplätzen und erfasst täglich 2,5 Millionen Parkvorgänge. Nach drei Tagen Expo Real ordnet das Münchner Technologieunternehmen sieben Entwicklungen ein, die Parkraum zu einer Planungs- und Steuerungsaufgabe der Immobilienwirtschaft machen.

1. Mehr Autos, weniger Straßenrand: Der Parkdruck verlagert sich auf Off-Street-Flächen

Deutschland zählt so viele Pkw wie nie. Zum 1. Januar 2026 waren 49,5 Millionen zugelassen, seit 2008 ein Plus von gut 20 Prozent (Kraftfahrt-Bundesamt, 2026). Zugleich konkurriert der Straßenrand in den Städten mit Radwegen, Lieferzonen, Baumstandorten und Aufenthaltsflächen.