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Speziallogistik Logsens bringt Sensibles nach Hause

Servicestarke Logistik für sensible Produkte wie Neumöbel – das ist der Fokus der deutschen Logsens-Gruppe, die sich aus vier Speditionen neu formiert hat und „einiges anders machen will als andere“.

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(Bild: Logsens)

Mit 133 Fahrzeugen, 34.900 m² Lagerfläche und 283 Mitarbeitern zählt der neue Anbieter vom Start weg zu den Großen der Branche. Interessant ist er für die Kleinen: Mittelständischen Herstellern und Händlern ohne eigenen Versandservice stellt Logsens die gesamte Leistungskette für die Belieferung anspruchsvoller Privatkunden zur Verfügung. Von der Warenübernahme, Kommissionierung und Avisierung bis hin zu Sendungsverfolgung, Montage und Inkasso; ebenso Retourenmanagement einschließlich Reparatur und Neuverpackung, auch grenzüberschreitend.

Auslieferungsfahrer immer zu zweit unterwegs

Doch damit nicht genug. „Wir sind der einzige Verbund hierzulande, der nicht für die großen Katalogversender arbeitet“, betont Geschäftsführer Klaus Overbeck am Firmensitz in Bad Homburg. Seine Kunden sollen ihrer Konkurrenz Paroli bieten können. „Wir setzen deshalb auf Service total.“ Overbeck nennt als Beispiel die Auslieferungsfahrer, die im Team zu zweit unterwegs sind: Sie seien oft die einzigen Menschen im Verkaufsprozess, mit denen die Privatkunden direkten Kontakt hätten.

„Wir schulen sie daher gut – sogar in Sachen Aufmerksamkeit und Benehmen.“ Das gäbe es bei kaum einem Logistiker. „Unsere Kunden wissen, dass exzellenter Aftersales Folgekäufe begründet“, so Overbeck. „Da sie selbst nicht vor Ort sein können, übernehmen wir diese wichtige Funktion.“ Für Internethändler sei dies elementar.

Neue Fahrzeuggeneration für B2C-Lieferungen

Der fortschrittliche Ansatz zeigt sich auch bei der Auslieferung. Die ausschließlich aus „sicheren“ Kofferfahrzeugen bestehende Flotte wurde jüngst um die neuste Fahrzeuggeneration für B2C-Belieferungen erweitert. Sogenannte Transporterzüge, bestehend aus einem Transporter mit Kofferaufbau und baugleichem Anhänger mit je 3,5 t Gesamtgewicht, sollen künftig vermehrt die Zustellung übernehmen. Das Konzept hat der Fahrzeugbauer Ackermann als Ersatz der großen 7,5-t-Lkw entwickelt und im letzten Jahr zusammen mit Mercedes-Benz vorgestellt.

Bei der Übernahme von vier Zügen jüngst in Oschersleben fasste Overbeck die Vorteile zusammen: Geringeres Leergewicht, höhere Nutzlast, mehr Ladevolumen, niedrigere Kosten und ein besseres Produkt für den Endkunden. „Die Fahrzeuge sind schneller vor Ort, kommen in engste Gassen und entlasten die Umwelt durch weniger Spritverbrauch.“ Nachhaltiger Umweltschutz wird bei Logsens großgeschrieben, wie auch die regelmäßigen Öko-Trainings belegen.

Auftrieb für Logsens durch boomenden E-Commerce

Obwohl der Anbieter neu am Markt ist, steckt geballte Kompetenz hinter dem ISO-zertifizierten Angebot. Klaus Overbeck brachte den von ihm geführten Gründungspartner Louis Neukirch aus Bremen ein. Mit von der Partie ist die Jacobi Spedition aus Bochum, die allein 150.000 Kunden jährlich mit Neumöbeln, Elektrogeräten und anderen Konsumgroßgütern beliefert. Dritter im Bunde ist Starke Möbeltransporte aus Gera; René Starke selbst wurde 2012 als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet. Die Spedition Gebrüder Wetsch aus München schließlich kann ihr erfolgreiches Geschäft bis ins Jahr 1869 zurückverfolgen. Logsens ist damit flächendeckend präsent.

Auftrieb erhält das Unternehmen durch den anhaltenden Boom des Internethandels, der durch zahlreiche Firmenneugründungen getragen wird: Shop-Anbieter, die schnell wachsen, aber in der Regel ohne logistischen Unterbau arbeiten und noch keine starke Endkundenbindung aufgebaut haben. Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) wurden 2012 rund 29,5 Mrd. Euro durch E-Commerce bewegt, für das laufende Jahr werden über 33 Mrd. erwartet. „Möbel kann man nicht per Mail schicken“, bemerkt Overbeck. „Auf dem Weg zum zufriedenen Kunden ist ein qualifizierter Logistikpartner unverzichtbar.“

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