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Nahverkehr Machbarkeitsstudie für den „kleinen Transrapid“

„Fortschritt baut man aus Ideen“ ist der Leitsatz bei Max Bögl, das zu den größten Bau-, Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Deutschlands zählt. Für das Magnetschwebesystem „Transport System Bögl“ (TSB), ein System für den öffentlichen Personennahverkehr, wurde jetzt eine Machbarkeitsstudie für den TSB am Flughafen München an Transport Technologie-Consult Karlsruhe vergeben.

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Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat eine Machbarkeitsstudie für den Einsatz des „Transport System Bögl“ (TSB) am Münchner Flughafen gestartet – den Minister Andreas Scheuer auch als Schaufenster in die Welt sieht.
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat eine Machbarkeitsstudie für den Einsatz des „Transport System Bögl“ (TSB) am Münchner Flughafen gestartet – den Minister Andreas Scheuer auch als Schaufenster in die Welt sieht.
(Bild: Max Bögl)

Keine Zweifel: Der Nahverkehr der Zukunft muss leise, effizient und flexibel sein. Während der Transrapid seinerzeit auf den Höchstgeschwindigkeitsverkehr ausgelegt war, ist das „Transport System Bögl“ (TSB) für den Nahverkehr optimiert. Einer der Vorteile: Beim TSB liegt das Fahrwerk und seine aktiven Teile, wie etwa die Leistungselektronik, innerhalb des Fahrwegs, gekapselt durch 20 cm dicken Stahlbeton, was unter anderem die Schallemissionen minimiert. Weil sich der Antrieb komplett im Fahrzeug befindet, lassen sich theoretisch Zugfolgezeiten von nur 80 s realisieren.

Alles kommt aus einer Hand

Durch seine variable Trassenführung kann der TSB nach Angaben von Max Bögl „in jedes Stadtbild sowie in bereits bestehende Verkehrsinfrastruktur integriert werden“. Das Interessante an diesem Konzept: Von der Planung über die industrielle Fertigung des Fahrwegs und Fahrzeugs, die Montage vor Ort bis hin zum Betrieb des Systems liefert die Firmengruppe Max Bögl ein effizientes Komplettsystem.

Max Bögl hat mit der Entwicklung dieses Nahverkehrs-Magnetbahnsystems im Jahr 2010 begonnen. Auf der eigenen Teststrecke in Sengenthal in der Oberpfalz hat der TSB inzwischen über 125.000 Shuttlefahrten absolviert und dabei mehr als 83.000 km im vollautomatischen Betrieb zurückgelegt, wie Max Bögl angibt. Eine weitere Demonstrationsstrecke entsteht zur Zeit in China. Und wer weiß: Wenn Verkehrsminister Scheuer den Pakettransport in Großstädten wirklich ins U-Bahn-Netz verlegen will, könnte die TSB ein Wörtchen mitreden wollen.

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