Fahrerlose Transportsysteme Mehr Leistung und Sicherheit für FTS-Steuerung

Reliable Real-Time Radio (R3) erweitert mit „Echoring“ die Leistungspotenziale von funkbasierten Steuerungen für fahrerlose Transportsysteme (FTS). Dank vergleichsweise hoher Bandbreite gewährleistet das Sicherheit – auch in komplexen Industrieumgebungen.

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Gekoppelt können mehrere fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) von Stäubli selbst sperrige oder besonders großformatige Produkte auf einmal transportieren.
Gekoppelt können mehrere fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) von Stäubli selbst sperrige oder besonders großformatige Produkte auf einmal transportieren.
(Bild: Stäubli WFT)

Das Berliner Unternehmen Reliable Real-Time Radio (R3) stellt mit seiner Echoring-Technologie Lösungen zur kabellosen Übertragung industrieller Daten bereit. Die Latenzzeit liege dabei bei 5 Millisekunden, heißt es. Weil mit der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung von Fertigungsprozessen Übertragungstechniken wie CAN-Bluetooth oder Industrial WLAN nach Angaben von R3 die für den FTS-Einsatz nötigen Anforderungen der Echtzeitsteuerung aber nicht mehr erfüllen, hat sich das Unternehmen die Echoring-Technologie einfallen lassen. Derzeit testet Stäubli WFT die Technologie.

Ein FTS drahtlos in ein stark vernetztes Produktionssystem einzubinden, ist teilweise mit einem sehr hohen Einrichtungsaufwand verbunden.

Cajetan Kredler, Teamleiter New Technologies bei Stäubli WFT

Mit dem 5,8-Gigahertz-Frequenzband nutzt das Echoring-Konzept einen Bereich außerhalb der gängigen Übertragungswege. So kann dieser nicht durch bereits vorhandene Netzwerkgeräte beeinflusst werden.

Funkgesteuert sorgt Echoring beim millimetergenauen Bewegen tonnenschwerer Lasten für die ausfallsichere Übertragung der nötigen Daten.
Funkgesteuert sorgt Echoring beim millimetergenauen Bewegen tonnenschwerer Lasten für die ausfallsichere Übertragung der nötigen Daten.
(Bild: Stäubli WFT)

Kredler: „Außerdem stellt die zugrundeliegende Token-Ring-Technologie sicher, dass die Daten stets verlustfrei und praktisch in Echtzeit übermittelt werden, was unsere Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Übertragungsstrecke voll und ganz erfüllt.“

Mehrere Hundert FTF können Realität werden

Damit Echoring mit den einzelnen fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) problemlos zusammenarbeiten kann, lässt sich die Echoring Ethernet Bridge mithilfe von Standardschnittstellen am FTS einfach und schnell verknüpfen. Dabei liege die verfügbare Datenrate zwar unterhalb der im Industrial WLAN möglichen Bandbreite, das sei aber für die FTS-Steuerung auch auf längere Sicht „mehr als ausreichend“, so R3.

Die bisherigen Ergebnisse, die Stäubli WFT aus der Echoring-Nutzung zur Steuerung zweier FTF im Rahmen einer Reinraumapplikation gewinnen konnte, bezeichnet Cajetan Kredler als vielversprechend. „Echoring erweist sich so zuverlässig wie ein Kabel, die Verbindung ist sehr prozesssicher und auch die Interaktion mit anderen Netzwerkteilnehmern funktioniert absolut reibungslos“, so Teamleiter Kredler. Seiner Einschätzung zufolge würden Produktionsumgebungen, in denen innerhalb einer Halle mehrere Hundert FTF unterwegs sind, in Zukunft Realität.

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