Leergut-Logistik Mercedes fährt neue Leergutlogistik-Strategie

Redakteur: Volker Unruh

Das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim bündelt die Serienverpackungslogistik von Mehrweg-Ladungsträgern an einem Standort und hat die Umfänge von vormals fünf Logistikflächen in einer neuen Halle mit 15800 m² Fläche zusammengefasst.

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Das Mercedes-Benz-Werk Untertürkheim hat seine neue Leergut-Logistik-Halle im Industriegebiet Neckarwiesen in Oberesslingen/Sirnau vorgestellt. Die dort kommissionierten Ladungsträger werden für den Transport und die Lagerung der Aggregate benötigt, die im Werk Untertürkheim hergestellt werden: Motoren, Achsen und Getriebe für Mercedes-Benz-Pkw weltweit.

Zentralisierte Sortierung, Reinigung und Verteilung der Materialträger

Durch die strategische Neuausrichtung des Leergut-Prozesses erfolgt die Sortierung, Reinigung und Verteilung der Materialträger von einer zentralen Stelle aus: Damit sind die Umfänge der vormals fünf Einzelstandorte für die Leergutabwicklung im Werk nun gebündelt.

Im neuen Leergutlogistik-Zentrum werden die erforderlichen Arbeiten inklusive Kleininstandsetzungen und Versand durch den beauftragten Dienstleister LGI, die Logistics Group International GmbH, durchgeführt. Im Dreischichtbetrieb sind dort bis zu 70 Mitarbeiter beschäftigt.

Daimler behält sich steuernde Aufgaben bei der Leergutlogistik vor

Die steuernden Aufgaben zur Abwicklung der Ladungsträger verbleiben bei Mitarbeitern der Daimler AG, etwa die Bestandsführung in SAP inklusive Prozesssteuerung. Definierte Aufgaben, wie das Bewegen der Ladungsträger, Stapler oder Lkw erfolgt über den Dienstleister LGI.

Dieser hat unter anderem für die Reinigung der Serienverpackungen eine Industriewaschmaschine mit 25 m Länge in Betrieb genommen, mit der bis zu vier Mio. Ladungsträger im Jahr gereinigt werden können.

Neuausrichtung der Leergutlogistik bietet viele Vorteile

Mit der Konsolidierung vormals verzweigter Logistikbereiche werden Prozesse standardisiert, Kosten gesenkt und flexible Lösungen umgesetzt, um den steigenden Anforderungen einer wettbewerbsfähigen Logistik Rechnung zu tragen. Nicht zuletzt werden wertvolle Flächen im Werk frei, die für neue Projekte oder Anläufe genutzt werden können.

Mit diesem Projekt geht das Mercedes-Benz-Werk den Weg zu einer zentralen In- und Outbound-Logistik konsequent weiter: Nach dem Modell des im Jahr 2004 eingeweihten und Anfang 2008 erweiterten Zentralversands für Überseeumfänge wird durch die Neuordnung der Logistikumfänge im Inbound-Bereich eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Logistik gestaltet.

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