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Infrastrukturmaßnahmen Neue Initiative prangert Missstände an

„Damit Deutschland vorne bleibt“ ist keine leere Worthülse, sondern eine Allianz von Verbänden, Institutionen und Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Das gleichnamige Internetportal beleuchtet wichtige Infrastrukturthemen aus den Bereichen Verkehr, Logistik, Energie und Politik.

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Den Deutschen ist nicht bewusst, das die Infrastruktur hierzulande immer mehr verfällt.
Den Deutschen ist nicht bewusst, das die Infrastruktur hierzulande immer mehr verfällt.
(Bild: TNS Infratest 2013)

„Deutschlands Infrastruktur verfällt immer mehr und die Menschen bekommen es nicht mit. Das wollen und müssen wir ändern. Deshalb haben wir die Initiative ,Damit Deutschland vorne bleibt. Allianz für eine zukunftsfähige Infrastruktur‘ ins Leben gerufen“, so Oliver Wolff, Initiator des Bündnisses und Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). „Allein für die Verkehrsinfrastruktur hat die Daehre-Kommission aktuell einen Fehlbetrag von jährlich 7,2 Mrd. Euro festgestellt. Hinzu kommen etliche Milliarden, die aufgrund der Energiewende in neue Netze und Energiespeicher investiert werden müssen.“ Eine leistungsfähige Infrastruktur, so Wolff, sei die Grundlage für eine erfolgreiche Wirtschaft. Der aktuelle Zustand der Infrastruktur in Deutschland jedoch werde dieser Schlüsselrolle nicht gerecht. Langfristig gefährde der Sanierungsstau Wohlstand, Sicherheit und Lebensqualität. Die Initiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ will das ändern und ruft zum Umdenken auf.

Der Vorwurf: Deutschland verschleißt seine Infrastruktur

Staus, übervolle Busse und Bahnen, marode Brücken, teurer Strom, Schlaglöcher auf den Straßen – Infrastrukturprobleme zeigen sich in vielen Bereichen und sind mitunter direkt erlebbar. Dringend notwendige Investitionen in Sanierung und Ausbau fallen zu gering aus oder kommen schlicht zu spät. Deutschland verschleiße seine Infrastruktur, so Wolff weiter. Viele Bürgerinnen und Bürger nähmen das allerdings häufig erst dann wahr, wenn sie selbst mit konkreten Folgen wie Staus, Verspätungen oder Stromausfällen konfrontiert seien und glaubten statt dessen, dass die Infrastruktur in Deutschland eigentlich ganz in Ordnung sei.

Kaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer von TNS Emnid, hat in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Infra Dialog Deutschland gefragt: „Was ist wichtig, um Deutschland voranzubringen?“ Die Ergebnisse sind eindeutig: Bei der Frage nach den zentralen Zukunftsthemen für Deutschland wurden die Leitungsnetze für die Energieversorgung und die Verkehrsinfrastruktur abgeschlagen erst auf den Plätzen 16 und 17 genannt. Schöppner bilanziert: „Infrastruktur hat keine Lobby! Qualifizierte Fachkräfte, gutes Bildungssystem, Abbau der Staatsverschuldung, wissenschaftlicher Fortschritt und soziale Absicherung: Das alles bringt Deutschland in den Augen der Menschen voran. Nicht aber Infrastrukturmaßnahmen wie die Verbesserung der Verkehrsachsen und der Ausbau der Leitungsnetze.“

Das Ziel: Ein Bewusstseinswandel in der Bevölkerung

Die Initiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ habe sich deshalb, so Wolff, zum Ziel gesetzt, ein neues Bewusstsein für die Bedeutung von Infrastruktur zu schaffen. Unter ihrem Dach arbeiten Spitzenverbände, Institutionen und Unternehmen aus den Sektoren Verkehr und Energie gemeinsam daran, einen nachhaltigen Dialog anzustoßen, der Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und natürlich die Menschen in Deutschland einbezieht. Wolff formuliert ein weiteres zentrales Ziel: Die Initiative wolle erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger mitgenommen und künftig stärker in die Planung und Entscheidung bei Infrastrukturmaßnahmen einbezogen werden.

Kurzfristig sei ein solcher Bewusstseinswandel sicher nicht zu erreichen, so Wolff. Daher ist die Initiative langfristig angelegt. In diesem Zeitraum werde das komplexe Thema Infrastruktur auf verschiedenen Kanälen an die Menschen herangetragen. Über eine starke Medienpräsenz werde die Infrastruktur in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und im Rahmen von Regionalkonferenzen kämen Experten und interessierte Bürgerinnen und Bürger zu Wort.

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