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Zertifizierung Neues Dekra-Siegel für Anschlagmittel erteilt

| Redakteur: Katharina Juschkat

Zum ersten Mal hat die Prüfgesellschaft Dekra das neue Siegel für industrielle Anschlagmittel erteilt. Gedacht ist das Siegel für Hersteller und Anwender von Rundstahlketten, Anschlagketten, Ketteneinzelteilen und Anschlagpunkten.

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Dekra verleiht ein neues Siegel für Anschlagmittel.
Dekra verleiht ein neues Siegel für Anschlagmittel.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Die Prüfgesellschaft Dekra erteilt ein neues Siegel für Anschlagmittel. Erstes damit zertifiziertes Unternehmen ist J. D. Theile, Hersteller von Anschlag- und Förderketten für den Bergbau und Offshore-Anwendungen. Das neue Siegel orientiert sich an den geltenden technischen Normen und Regeln und beinhaltet folgendes:

  • Baumusterprüfung
  • regelmäßige Qualitätskontrollen durch Dekra-Werkstoffspezialisten
  • Maßprüfung
  • Rückverfolgbarkeit: Das Anschlagmittel muss über eine eindeutige Kennzeichnung verfügen, die den Hersteller rückverfolgbar macht.
  • Witterungsbeständigkeit
  • Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion
  • chemische Zusammensetzung
  • mechanisch-technologische Prüfungen: Zugversuche, Biegeversuche, Kerbschlag-Biegeversuch, Dauerschwingversuch.

Das Siegel prüft Rundstahlketten, Anschlagketten, Ketteneinzelteile und Anschlagpunkte der Güteklasse 8, 10 und 12, die als Lastaufnahme-, Anschlag- oder Tragmittel verwendet werden sollen. Für die Prüfung werden ein bis drei Muster aus der laufenden Fertigung entnommen und im Dekra-Labor in Saarbrücken untersucht.

Das Dekra-Siegel ist für Hersteller wie Anwender von Rundstahlketten, Anschlagketten, Ketteneinzelteilen und Anschlagpunkten für die Industrie und Bergbautechnik gedacht.

Was sind Anschlagmittel?

Unter Anschlagmitteln versteht man Teile, die eine Verbindung zwischen dem Tragemittel, zum Beispiel einem Kran, und der Last oder dem Lastaufnahmemittel herstellen. Anschlagmittel gehören damit nicht zum Hebezeug. Mögliche Anschlagmittel sind Seile, Ketten, Hebebänder, Rundschlingen oder Schäkel. Die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften halten fest, wie Anschlagmittel dimensioniert sein dürfen.

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