Blockchain

Oracle will mehr Akzeptanz für die Blockchain schaffen

| Autor / Redakteur: Tobias Staehle / Gary Huck

Oracle will Unternehmen dabei helfen, Blockchain-Anwendungen umzusetzen.
Oracle will Unternehmen dabei helfen, Blockchain-Anwendungen umzusetzen. (Bild: Oracle)

Die Bundesregierung plant, für das Thema Blockchain 2019 eine eigene Strategie vorzulegen. Oracle möchte der Blockchain den Schrecken nehmen und Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen.

Über die Blockchain zu reden, ist eine Sache. Sie aber tatsächlich für die eigenen Geschäftsbelange zu nutzen, eine ganz andere. Dabei wird der Blockchain-Technologie ein riesiges Potenzial vorausgesagt. Woran es aktuell noch hapert, ist die praktische Anwendung. Hier hängen deutsche Unternehmen international noch deutlich hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt beispielsweise eine Studie des Branchenverbands Bitkom. 88 % der Befragten nennen diesbezüglich fehlendes Know-how sowie einen Mangel an Experten als größte Hindernisse. Wir von Oracle möchten Unternehmen bei dieser Herausforderung unterstützen. Nach Vorstellung der Oracle Blockchain Platform im Sommer 2018 folgen jetzt vier bereits vorkonfigurierte Blockchain-Anwendungen, die die Implementierung und Nutzung der Technologie ganz einfach machen. Den Start macht Oracle Intelligent Track and Trace (OITT) für das Supply-Chain-Management von Unternehmen.

Die Anwendung hilft, die zahlreichen und immer komplexer werdenden Herausforderungen in einem globalen Netzwerk von Handelspartnern zu bewältigen. Firmen müssen kein Entwickler sein oder über spezielles Expertenwissen verfügen, um OITT zu nutzen: Es ist sofort funktionstüchtig und einsatzbereit. Als Teil der Oracle Blockchain Applications Cloud nutzt Oracle Intelligent Track and Trace Blockchain-Technologie, um das Lieferkettenmanagement effizienter und sicherer zu machen. Anwender sehen auf einen Blick, wo sich Transaktionen oder Waren entlang der Lieferkette und bei den unterschiedlichen Handelspartnern befinden.

Verknüpfungen mit Drittanbieteranwendungen sind möglich

Doch das ist noch nicht alles: Außerdem lässt sich die Lösung ohne Weiteres mit den Apps der Oracle-Software-as-a-Service-Suite wie Supply-Chain-Management (SCM), Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Experience (CX) oder Human-Capital-Management (HCM) und Internet of Things (IoT) verbinden.

Auch Verknüpfungen mit Drittanbieteranwendungen sind möglich. Für Nutzer bedeutet das, dass sie Oracle Intelligent Track and Trace auch ohne Oracle Blockchain Platform verwenden können. OITT unterstützt Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Transportwesen und andere Branchen dabei, Zertifizierungen sowie die Einhaltung von Produktions- und globalen Handelsvorschriften zu gewährleisten. So bieten wir Unternehmen die Leistungsfähigkeit der Oracle-Blockchain-Technologie, um ein Netzwerk von Handelspartnern effizient zu verwalten, die wiederum Teil eines verlässlichen Lieferketten-Netzwerks sind.

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Warum das so wichtig ist? Nach dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) plant die Bundesregierung, auch für das Thema Blockchain im Sommer 2019 eine eigene Strategie vorzulegen. Da es hier jedoch großen Nachholbedarf gibt, möchte Oracle dem Thema Blockchain den Schrecken nehmen und Unternehmen mit Lösungen wie der OITT-Anwendung unterstützen, mit denen sie problemlos, schnell und ohne großen Aufwand oder Expertenwissen Blockchain-Technologien in bestehende Prozesse und Systeme integrieren können.

Als Experte auf diesem Gebiet können wir bereits mit einigen praktischen Anwendungsbeispielen aufwarten. So setzt das Start-up Cano, ein Anbieter nachhaltig gefertigter Schuhe, die in Mexiko produziert werden, auf die Plattform „retraced“, die Oracle-Blockchain-Technologie nutzt, um die Supply Chain an jeder Stelle zu überwachen. Oberstes Ziel ist hierbei, Informationen zu den Arbeitsbedingungen und der Umweltbelastung zu sammeln und diese betrugssicher dem Endkonsumenten bereitzustellen.

Daten in Blockchain lassen sich nicht mehr ändern oder löschen

Cano setzt auf hochwertige, umweltverträgliche Materialien und traditionelle Flecht- und Fertigungsmethoden. Die Plattform „retraced“ ermöglicht dem Konsumenten einen transparenten, unmittelbaren und vertrauenswürdigen Einblick in die Wertschöpfungskette der verschiedenen kooperierenden Fashionmarken. Mithilfe der Oracle-Blockchain-Technologie ist eine transparente und detaillierte Nachverfolgung der Lieferkette sichergestellt. Machbar und nachprüfbar ist dies dank des im Schuh integrierten NFC-Chips, der sich direkt per App ansteuern lässt. Der Kunde erhält so gezielt Informationen zum individuellen Produkt, den damit verbundenen Warenströmen und kann sich unter anderem darüber informieren, wo seine Schuhe gefertigt wurden.

Hierbei gewährleistet die Blockchain, dass die gesammelten Daten nur dann hochgeladen und gespeichert werden, wenn die Teilnehmer der Wertschöpfungskette zugestimmt haben. Zudem lassen sich alle Informationen, die in der Blockchain gespeichert wurden, nicht mehr ändern oder löschen. Der Endkonsument kann sicher sein, dass die erhaltenen Daten über die Wertschöpfungskette korrekt sind. Außerdem gibt es keine technischen Grenzen bei der Datenmenge, die aufgenommen werden kann. Vom Rohstofflieferanten über verwendete Materialien bis zum einzelnen Arbeiter bleibt dem Kunden nichts verborgen.

* Tobias Staehle ist Sales Director SCM & PLM bei der Oracle Deutschland B.V. & Co. KG in 80992 München, Tel. (0 89) 1 43 00, tobias.staehle@oracle.com

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