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Etikettieren Prima Zahlen bei Herma in Filderstadt

Die weltweit starke Nachfrage nach Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen aus dem Hause Herma reißt nicht ab. Das Unternehmen rechnet damit, 2015 beim Umsatz die 300-Mio.-Euro-Marke zu übertreffen.

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Roman Aberle an der neuen Schneidemaschine für Haftmaterial von Herma, das gefragt ist wie nie zuvor.
Roman Aberle an der neuen Schneidemaschine für Haftmaterial von Herma, das gefragt ist wie nie zuvor.
(Bild: Herma )

In einer Betriebsversammlung am 8. Dezember 2015 am Hauptsitz in Filderstadt gaben die beiden Herma-Geschäftsführer Sven Schneller und Dr. Thomas Baumgärtner bekannt, dass ihr Unternehmen 2015 voraussichtlich die Umsatzmarke von 300 Mio. Euro knacken werde. Aufgrund der guten Auftragslage werde man bereits 2017 damit beginnen, auf dem neu erworbenen Gelände in Filderstadt Bonlanden weitere Fertigungswerke zu errichten.

„Bis Ende 2016 rechnen wir inzwischen mit knapp 1000 Mitarbeitern. Damit schaffen wir im Vergleich zu Ende 2014 insgesamt rund 120 neue Stellen“, so Schneller. Der Ausblick auf weiteres gesundes Wachstum habe das Unternehmen darin bestärkt, bereits ab 2017 mit Abriss, Rückbau und Baumaßnahmen auf dem im vergangenen Jahr neuerworbenen Areal in Filderstadt, dem sogenannten Gutperle-Gelände, zu beginnen. „Die Planungen dafür haben jedenfalls begonnen“, teilte Baumgärtner der Belegschaft mit. „So kann dann unter anderem auch der Geschäftsbereich Etikettiermaschinen endlich in Filderstadt die Fläche erhalten, die er benötigt, um sein weiteres Wachstum abzusichern.“ Den Standort Deizisau, wo die Etikettiermaschinen derzeit produziert werden, werde man mittelfristig, aber wahrscheinlich nicht vor 2019, schließen. Für die vom Umzug Betroffenen werde der Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan verhandeln.

Herma beginnt mit Erschließung des US-Marktes

Sorge bereiten den Geschäftsführern die stark steigenden Preise für den wichtigen Rohstoff Papier sowie deutliche Zuwächse bei den Personalkosten. „Es ist absehbar, dass beide Faktoren das Ergebnis 2016 spürbar belasten werden“, warnte Schneller. Als Gründe für den starken Umsatzschub in 2015 nannten Schneller und Baumgärtner den konjunkturellen Rückenwind in einigen Märkten, insbesondere für Haftmaterial, den „Rohstoff“ für Etiketten in der ganzen Welt. Dank der Einführung einer getakteten Serienfertigung auch für Etikettiermaschinen konnte zudem der Standort Deizisau seine Kapazitäten ausbauen und die starke Nachfrage der Kunden noch besser ausschöpfen. „Außerdem fassen wir gerade mit dem Maschinenbau in dem riesigen US-Markt immer stärker Fuß.“

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