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Handelslogistik Rossmann will Berlin schneller versorgen

| Redakteur: Robert Weber

Die Drogeriekette Rossmann siedelt sich im GVZ bei Wustermark in der Nähe von Berlin an. Das Unternehmen will auf einem 60.000 m² großen Grundstück ein Logistikzentrum bauen. Die Lagerfläche wird mit 22.000 m² angegeben. Bei der Kommissionierung vertrauen die Niedersachsen auf eine Pick-by-Voice-Lösung.

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In der Rossmann-Zentrale trafen die Verantwortlichen die Investitionsentscheidung für den Standort Wustermark. Das Unternehmen will mit dem neuen Distributionszentrum den Nordosten versorgen.
In der Rossmann-Zentrale trafen die Verantwortlichen die Investitionsentscheidung für den Standort Wustermark. Das Unternehmen will mit dem neuen Distributionszentrum den Nordosten versorgen.
(Bild: Rossmann)

Der für dieses Vorhaben notwendige Genehmigungsantrag soll in der kommenden Woche eingereicht werden, schreibt die „Märkische Oderzeitung“. Gegenüber MM Logistik erklärte Rossmann-Sprecher Stephan-Thomas Klose: „Wir rechnen bis Ende Oktober mit einer Baugenehmigung.“ Das neue Logistikzentrum ist vor allem für Schnelldreher (Windeln, Toilettenpapier) ausgelegt.

Investor und Bauherr ist eine zur Luxemburger Freo-Gruppe gehörende Gesellschaft. „Wir brauchten für den Großraum Berlin dringend ein Regionallager“, ergänzt Klose. Die Bundeshauptstadt ist für Rossmann mit 110 Filialen ein wichtiger Stadtstandort, der bis dato von anderen Logistikzentren versorgt wurde. Dazu kommen noch einmal 130 bis 150 Filialen im Umkreis der Metropole.

Haushalt wird entlastet

In einer Pressemitteilung der Gemeinde Wustermark erklärt Bürgermeister Holger Schreiber zu dem Projekt, das rund 120 neue Jobs bringen soll: „Es gibt sicherlich noch ein Restrisiko bei diesem Projekt, da die zu beantragenden Genehmigungen noch nicht vorliegen, andererseits sind die betreffenden Flächen für den Vorhabenträger und dieses Projekt mit seiner Logistik äußerst geeignet. Wenn der Verkauf im kommenden Jahr realisiert werden kann, wird er eine weitere erhebliche Reduzierung der GVZ-Verbindlichkeiten mit sich bringen und die erfolgreiche Kreditreduzierung der letzten Jahre fortsetzen. Das wird unseren Haushalt positiv entlasten.“

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