Second Life „Second Life“ für Hamburger Containerbrücken

Vergangene Woche wurden in Hamburg zwei Containerkräne zur Verschiffung Anfang dieser Woche in die estnische Hauptstadt Tallinn vorbereitet. Die beiden Containerbrücken haben am HHLA Container Terminal Burchardkai 16 Jahre lang ihren Dienst verrichtet und werden bald auf dem Terminal HHLA TK Estonia in Muuga bei Tallinn eingesetzt.

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Auch für Ship-to-Shore-Containerbrücken wie diese hier am HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB) gibt es ein „Second Life“ – sie arbeiten künftig bald auf dem Terminal HHLA TK Estonia in Tallinn.
Auch für Ship-to-Shore-Containerbrücken wie diese hier am HHLA Container Terminal Burchardkai (CTB) gibt es ein „Second Life“ – sie arbeiten künftig bald auf dem Terminal HHLA TK Estonia in Tallinn.
(Bild: HHLA/Dietmar Hasenpusch)

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hatte schon 2018 den estnischen Multifunktionsterminal bei Tallinn übernommen und in ihr Hafennetz eingebunden. Wegen der steigenden Schiffsgrößen hat die HHLA in den vergangenen beiden Jahren fünf neue Containerkrane zur Abfertigung der immer größeren Pötte mit Ladevolumina von 23.000 TEU (und mehr) für Hamburg geordert. Für zwei der fünf ausrangierten Brücken von Kocks, die Containerschiffe mit bis zu 14.000 TEU bedienen können, gibt es nun eine Anschlussverwendung in Estland – die anderen drei wurden im letzten Jahr demontiert.

Die zusätzlichen Kräne aus Hamburg sind ein großer Schritt zur Erweiterung der Umschlagskapazität an unserem Terminal. Zukünftig stehen uns fünf statt drei Containerbrücken zur Schiffsabfertigung zur Verfügung.

Riia Sillave, Geschäftsführerin HHLA TK Estonia

Die Vorbereitungen für das „zweite Leben“ der beiden Ship-to-Shore-(STS-)Krane laufen schon seit dem vergangenen Jahr. Es wurde dazu beispielsweise ein 35 Meter breites Tor in die Flutschutzmauer am Waltershofer Hafen (ehemalige Elbinsel Waltershof) gebaut. Das war notwendig geworden, um die jeweils 1.400 Tonnen schweren STS-Krane von der Kaimauer auf die 122 Meter × 36,5 Meter messende Transport-Barge bewegen zu können, deren Reise sie rund um Skagen vorbei an Kopenhagen und Malmö bis nach Estland führen wird. Die Betriebsaufnahme der beiden „neuen Alten“ ist für Ende des Jahres vorgesehen. Containerbrückenfahrer und Techniker von HHLA TK Estonia wurden schon vor der Verladung von Kollegen aus Hamburg trainiert, damit beim geplanten Betriebsstart alles glatt geht.

Update

Der Schleppverband mit den beiden Containerbrücken für HHLA TK Estonia hat am Dienstag Morgen gegen 8:30 Uhr den Hamburger Hafen in Richtung Nordsee verlassen.

Die Aufnahme zeigt den Schleppverband mit den beiden für Estland bestimmten Ship-to-Shore-Kranen, wie er sich die Elbe hinunter auf den Weg macht.
Die Aufnahme zeigt den Schleppverband mit den beiden für Estland bestimmten Ship-to-Shore-Kranen, wie er sich die Elbe hinunter auf den Weg macht.
(Bild: HHLA)

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