Automatisierung Sensordaten von Flurförderzeugen im Fokus

„ARIBIC“ ist ein international aufgesetztes Forschungsprojekt unter Leitung des Hamburger Staplerbauers Still unter dem Dach der Kion Group. Das Akronym steht dabei für „Artificial Intelligence-Based Indoor Cartography“.

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Am vom BMWi geförderten Forschungsprojekt ARIBIC sind neben Still noch das KIT, die Universität Toronto (mit dem STARS-Labor) und der kanadische Sensorhersteller Leddartech beteiligt.
Am vom BMWi geförderten Forschungsprojekt ARIBIC sind neben Still noch das KIT, die Universität Toronto (mit dem STARS-Labor) und der kanadische Sensorhersteller Leddartech beteiligt.
(Bild: Still)

Das Projekt hat das Ziel, die Daten, die fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) auf ihrem Weg durch Lager- und Produktionshallen sammeln, nicht verloren zu geben, sondern Methoden aufzuzeigen, diese Daten gewinnbringend zu nutzen. Die per Sensor und Kamera ermittelten Daten können in der ARIBIC-Cloud beispielsweise dazu genutzt werden, 3D-Karten von Lagerhäusern oder Produktionsanlagen zu erstellen, die immer aktuell sind.

Ziel ist es, einen digitalen Zwilling der Umgebung zu schaffen. Das ermöglicht uns, die relevanten Daten sichtbar zu machen und sie in Echtzeit zu teilen.

Dr. Henry Puhl, Chief Technology Officer der Kion Group

„Über diese aktuellen Sensordaten erzeugen wir einen lebenden digitalen Zwilling der Umgebung und können damit relevante Informationen quasi in Echtzeit darstellen und teilen“, beschreibt Projektleiter Bengt Abel von Still die Grundidee des Forschungsprojekts. Das hat den Vorteil, dass anstelle eines starren 3D-Abbilds dynamische Abbilder zur Verfügung stehen, die immer aktuelle sind. Abel: „Wenn der Stapler oder das FTF durch die Umgebung fährt, erfasst deren Sensorik selbst kleinste Veränderungen und leitet diese an die ARIBIC-Plattform weiter.“

Hochkarätige Projektpartner

In der auf Künstlicher Intelligenz (KI) aufbauenden Innenraumkartographie werden diese Änderungen sofort in das System zurückgespielt. Der Abschluss des im März dieses Jahres gestarteten Projekts wird für das vierte Quartal 2023 erwartet.

„Als Kion an uns herantrat und uns seine Vision für ARIBIC erläuterte, war von Anfang an klar, dass wir bei diesem Projekt dabei sein mussten“, sagt Pierre Olivier, Chief Technology Officer von Leddartech, einem Anbieter von Umgebungssensorik-Plattformen für autonome Fahrzeuge und Fahrerassistenzsysteme aus Kanada. Weitere Forschungspartner bei ARIBIC sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das STARS Lab an der Universität Toronto (Kanada).

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