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Fahrerlose Transportsysteme Smart Transport Robots im Einsatz bei BMW

| Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Die BMW Group setzt in ihrer Produktionslogistik verstärkt Innovationen aus den Bereichen Digitalisierung und Industrie 4.0 ein und arbeitet dabei eng mit Universitäten und Start-ups zusammen. Für den Transport von Waren innerhalb der Produktionshallen werden beispielsweise zunehmend Smart Transport Robots in Dienst gestellt.

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Smart Transport Robot im BMW-Werk Regensburg.
Smart Transport Robot im BMW-Werk Regensburg.
(Bild: BMW )

Vernetzt, flexibel, autonom – die BMW Group baut den Einsatz innovativer Technologien in der Produktionslogistik weiter aus. Ziel ist die Sicherstellung der pünktlichen und zuverlässigen Versorgung des weltweiten Produktionsnetzwerks mit den benötigten Bauteilen. Im Fokus stehen dabei Logistikroboter, autonome Transportsysteme in den Werken und Digitalisierungsprojekte für eine durchgehend vernetzte Lieferkette.

Rund 1800 Lieferanten an über 4000 Standorten liefern täglich über 31 Mio. Bauteile zu den weltweit 30 Produktionsstandorten der BMW Group. Dabei helfen Digitalisierung und Innovationen, die Logistik flexibler und effizienter zu gestalten. Gleichzeitig verlassen fast 10.000 Fahrzeuge jeden Tag die Produktion und werden an Kunden in aller Welt ausgeliefert. Und auch diese Transportstrecke wird durch eine digital vernetzte Auslieferung, die sogenannten „Connected Distribution“, transparenter.

Für den Transport innerhalb der Produktionshallen werden zunehmend autonome Transportsysteme genutzt, wie beispielsweise Routenzüge und „Smart Transport Robots“ (STR). Für den Transport von Rollcontainern auf Logistikflächen innerhalb von Produktionshallen beispielsweise hat BMW gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) diese STR entwickelt – inzwischen ist schon die zweite Generation in Betrieb.

Selbstständig zum Bestimmungsort

Die flachen Roboter tragen Rollcontainer bis zu 1 t Gewicht und transportieren diese autonom zum Bestimmungsort der Ware. Dabei berechnen sie die ideale Route selbstständig und bewegen sich frei im Raum. Das neue Navigationsverfahren „SLAM“ (Simultaneous Localisation and Mapping) benötigt keine fest installierten Navigationssender in Gebäuden und ist damit schnell in einer neuen Umgebung einsetzbar. Ein eingebautes Batteriemodul des BMW i3 versorgt den STR für eine ganze Arbeitsschicht mit Strom. Und für die Lieferung dringend benötigter Kleinteile greift der Premiumhersteller auf den kleinen Bruder des STR zurück, den „miniSTR“. Der trägt Kleinladungsträger (KLT) mit bis zu 50 kg Last und erstellt seine Route selbstständig. ■

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