Digitalisierung

Smarte Ersatzteildepots für Thyssenkrupp Elevator

| Redakteur: Bernd Maienschein

Das neue Warehouse in San Fernando de Henares im Osten von Madrid dient Thyssenkrupp Elevator als zentrale Verwaltungs- und Lagerstelle für Kunden in Spanien, Portugal und Italien.
Das neue Warehouse in San Fernando de Henares im Osten von Madrid dient Thyssenkrupp Elevator als zentrale Verwaltungs- und Lagerstelle für Kunden in Spanien, Portugal und Italien. (Bild: Thyssenkrupp Elevator)

Thyssenkrupp Elevator weiht heute in Madrid sein weltweit erstes „intelligentes“ Ersatzteillager für die Wartung und Reparatur von Aufzügen ein. Um 20 % reduzierte Wartezeiten für Ersatzteile und etwa 10 % weniger Autofahrten der Servicetechniker verspricht sich der Konzern davon.

Mit 8,0 Mrd. Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2018/19 und über 50.000 qualifizierten Mitarbeitern ist Thyssenkrupp Elevator einer der führenden Personenaufzuganbieter weltweit. Heute weiht CEO Peter Walker in Madrid das erste hochmoderne, umweltfreundliche Ersatzteillager des Konzerns ein. Baukosten: 3,5 Mio. Euro. Weitere dieser „smarten“ Ersatzteildepots sind auch für Deutschland, Indien, Südamerika und die USA in Planung.

Logistikprozesse um zwei Drittel verkürzt

Die neue Einrichtung nahe Madrid soll die vollständige Verfügbarkeit aller Ersatzteile für Aufzugsbetreiber gewährleisten. Außerdem soll ihre Logistik mittels Smart Data Services, Analyse und Verarbeitung von Echzeitdaten optimiert werden. Der Einsatz anspruchsvoller Datenanalysen trage dazu bei, Logistikprozesse in nur einem Drittel der bisherigen Zeit zu bewältigen.

„Mit dem Ersatzteillager von San Fernando setzen wir einen neuen Standard in der Aufzugsindustrie“, sagt Ivo Siebers, Leiter der globalen Logistik bei Thyssenkrupp Elevator. „Wir optimieren nicht nur unsere Produkte, sondern auch unsere Abläufe – und gerade bei der Verbesserung der Lieferketten bestand enormes Potenzial.“

Aufzug keine Minute außer Betrieb

Um die Ersatzteillager und Tausende von Aufzügen miteinander „sprechen zu lassen“, wird das neue Lager mit „MAX“ gekoppelt. Die vorausschauende Wartungslösung von Thyssenkrupp Elevator ist bereits bei 120.000 Aufzügen weltweit installiert. „MAX“ überwacht kontinuierlich alle Funktionen.

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Die von Sensoren gesammelten Echtzeitdaten werden in die Cloud gesendet, wo sie von einem lernenden System mit künstlicher Intelligenz analysiert werden. Der Vorteil für die Kunden: „MAX“ erkennt, welche technischen Komponenten schon bald gewartet oder ersetzt werden müssen, bevor sie ihren Dienst versagen, so der Aufzugshersteller. Das erlaube einen Austausch, bevor der Aufzug auch nur eine Minute außer Betrieb sei.

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