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Management So steigern Sie die Effizienz Ihrer Kontraktlogistik

Autor / Redakteur: Johannes Söllner / Sebastian Hofmann

Hochflexibel, in bester Lage und technologisch auf dem neusten Stand: Multiuser-Logistikzentren vereinen unterschiedlichste Kontrakt­logistikleistungen für verschiedenste Branchen unter einem Dach. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen einer neu eröffneten Anlage in Gochsheim bei Schweinfurt!

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Mit einem neuen Multiuser-Zentrum will Geis seinen Kunden Fresenius und Intersport eine erfolgreichere Kontraktlogistik ermöglichen.
Mit einem neuen Multiuser-Zentrum will Geis seinen Kunden Fresenius und Intersport eine erfolgreichere Kontraktlogistik ermöglichen.
(Bild: Geis Gruppe)

Mehr als 150 Fachkräfte des Logistikdienstleisters Geis sind im neuen Multiuser-Zentrum in Gochsheim für zwei Großkunden im Einsatz: Für Fresenius Medical Care versorgen sie das Werk Schweinfurt mit Produktionsmaterial und Ersatzteilen und für Intersport Deutschland übernehmen sie das Warehousing rund um Nike-Produkte. Derzeit besteht das Multiuser-Zentrum aus zwei Bereichen, die zusammen rund 15.000 m2 umfassen. Es verfügt über 17 Be- und Entladetore und befindet sich verkehrsgünstig nahe den Autobahnen A70, A71, A3 und A7. Neben einer Sprinkleranlage ist das Logistikgebäude mit hocheffizienter LED-Beleuchtung und intelligenter Gebäudeleittechnik ausgestattet. Die komplette Haustechnik lässt sich über PC oder Smartphone steuern.

Zuverlässige Medizingeräte-Supply-Chain dank Multiuser-Zentrum

Bei der Logistiklösung für Fresenius Medical Care geht es um das Handling hochsensibler Bauteile für die Produktion von Dialysemaschinen im Schweinfurter Werk. Geis bündelt dafür in Gochsheim sämtliche Wareneingänge von Ersatzteilen und Produktionsmaterial und betreibt zusätzlich ein Konsignationslager für die Werkslieferanten.

Um das zu realisieren, wurde der Fresenius-Bereich der Logistikanlage optimal an die Kundenanforderungen angepasst. Unter anderem legte Geis die Lagertopologie so an, dass kurze, direkte Wege entstanden, und richtete ESD-gerechte Arbeitsplätze ein. Sie minimieren die elektrostatische Entladung (ESD), die eine Gefahr für die hochsensiblen elektronischen Bauteile darstellt.

Zu dem Leistungsspektrum von Geis zählen die Buchung der Wareneingänge im EDV-System, die Lagerung in einer dreigeschossigen Fachbodenanlage, im Hochregal und in Klimaschränken sowie die Kommissionierung der Produktionsteile in Spezialgefache und Inlays. Auch die Abspaltung von Prüflosen gehört zum Aufgabengebiet des Unternehmens. Auf Abruf durch Fresenius stellt es alle Ladungsträger schon beim Warenausgang so zusammen, dass sie bei Ankunft im Werk direkt aus der Übergabestelle mit einem Routenzug an die Produktionsorte gebracht werden können.

In Gochsheim fasst Geis alle Wareneingänge für den Schweinfurter Produktionsstandort von Dialysemaschinen von Fresenius Medical Care zusammen.
In Gochsheim fasst Geis alle Wareneingänge für den Schweinfurter Produktionsstandort von Dialysemaschinen von Fresenius Medical Care zusammen.
(Bild: Geis Gruppe)

App sorgt für maximale Transparenz entlang der Lieferkette

Sämtliche Prozesse entlang der Supply Chain sind absolut transparent: Fresenius ist über Schnittstellen an das Geis-Lagerverwaltungssystem angebunden und wird in Echtzeit über den jeweiligen Auftragsstatus informiert. Damit auch die Warenübergabe im Werk sofort quittiert und dokumentiert werden kann, kommt eine vom Logistikdienstleister programmierte Smartphone-App zum Einsatz. Mit ihr meldet sich der Fahrer an der Entladestation im Werk an und scannt die Ladeliste, auf der alle übergebenen Behälter aufgeführt sind. Sofort tauchen die Informationen im IT-System auf.

Vollkommen anders laufen die Prozesse beim Logistikprojekt für Intersport Deutschland ab: Um die logistische Abwicklung für die Produkte seines Lieferanten Nike maßzuschneidern, hat der Betrieb alle seine entsprechenden Lieferprozesse zu Geis nach Gochsheim ausgegliedert. Die Produkte erreichen das Logistikzentrum sowohl über das Nike-Europazentrallager im belgischen Laakdal als auch direkt von den Produktionsstätten rund um den Globus. In Gochsheim lagert Geis die Sportartikel, kommissioniert Aufträge und stellt sie zur Distribution an die rund 1500 Verkaufsflächen in Deutschland bereit. Auch Value-added-services wie Preisauszeichnungen übernimmt der Logistiker.

Sportartikel kommen schnell und sicher ans Ziel

Die Logistikprozesse unterscheiden sich dabei nach Art der Bestellung: Die im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter vor dem Verkaufsstart bestellte Vororderware kommissioniert Geis direkt nach der Anlieferung, weil Aufträge, Mengen und Liefertermine bereits feststehen. Bei allen Bestellungen nach dem Verkaufsstart kommt es dagegen auf Tempo an: Geis erhält diese Nachorderaufträge nachts und versendet direkt am nächsten Tag. Um das zu gewährleisten, nutzt das Unternehmen Technologien wie Kommissionierwagen mit integrierten PCs und Touchscreens sowie Kommissionierhandschuhe mit eingebauten Barcodescannern. Insgesamt wird Geis für Intersport in diesem Jahr rund 370.000 Pakete mit mehr als 6 Mio. Einzelstücken zusammenstellen.

Sämtliche Nike-Produkte von Intersport aus dem belgischen Laakdal und anderen Fertigungsorten auf der ganzen Welt laufen bei Geis zusammen.
Sämtliche Nike-Produkte von Intersport aus dem belgischen Laakdal und anderen Fertigungsorten auf der ganzen Welt laufen bei Geis zusammen.
(Bild: Geis Gruppe)

Der Logistikdienstleister entwickelt Multiuser-Standorte mit entsprechenden Erweiterungsflächen in verschiedenen Regionen, etwa Nürnberg, Schweinfurt, Gotha und Tschechien. Auch am Standort Gochsheim kann die Gruppe ihre Kunden bei künftigen Wachstumsplänen und Erweiterungen der Leistungen unterstützen. Zwei weitere Bauabschnitte, die jeweils mehr als 20.000 m2 umfassen werden, sind bereits in Planung.

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* Dr. Johannes Söllner ist Geschäftsführer von Geis Holding in 90451 Nürnberg, weitere Informationen: info.logistics@geis-group.de

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