Suchen

Wechselbrücken-Hubwagen Speditionsgesellschaft setzt auf neues „Wiesel“

| Redakteur: Gary Huck

Die Wilfried Maier Speditionsgesellschaft nutzt seit kurzem die neuste Version des „Wiesel“ von Kamag für den Behälter- und Anhängerumschlag am Zentrallager von Duravit.

Firmen zum Thema

Das „Wiesel“ von Kamag ist im Zentrallager von Duravit für den Behälter- und Anhängerumschlag zuständig.
Das „Wiesel“ von Kamag ist im Zentrallager von Duravit für den Behälter- und Anhängerumschlag zuständig.
(Bild: Kamag)

Die jüngste Version des „Wiesel“ von Kamag, einem Unternehmen der Transporter-Industry-International-(TII-)Group, wurde erst auf der Transport Logistic (tl) im Juni 2019 in München präsentiert. Die Wilfried Maier Speditionsgesellschaft war laut TII der Erstkunde der überarbeiteten Version. Der „Wiesel“ zeichne sich durch seine Vielseitigkeit aus. Der Wechselbrückenhubwagen könne alle gängigen Behältergrößen von „C715“ über „C745“ bis zu Jumbobrücken im Format „C782“ schultern. Die Verriegelung der Behälter erfolgt über zwei höhenverstellbare Drehzapfen (Twist-Lock). Es können Brücken mit Abstellhöhen zwischen 970 und 1320 mm aufgenommen werden. Durch die Sattelplatte am Heck kann das Fahrzeug auch Sattelauflieger umsetzen. Eine Maulkupplung am Heck ermöglicht außerdem das Ankuppeln von Anhängern. Mit dem optional erhältlichen Tiefkuppelsystem wären auch tiefgekuppelte Tandemachsanhänger kein Problem.

Kabine selbst entwickelt

Die neue Version des Fahrzeugs verfügt nun über eine eigenständig entwickelte Kabine. Bei älteren Version hätte man Lkw-Kabinen zugekauft. Zum Einsteigen müssen jetzt nicht mehr zwei Stufen bewältigt werden, sondern nur noch eine flache. Während arbeitsreicher Schichten würde diese Veränderung zur Zeitersparnis beitragen, da das Ein- und Aussteigen einfacher ist. Die Kabine verfügt über eine Klimaanlage und einen beheizbaren Fahrersitz sowie eine Standheizung. Gesteuert wird der „Wiesel“ über einen Joystick. Die fast über die komplette Rückwand gezogene Heckscheibe und ein Rückspiegel sollen dafür sorgen, dass kein drehbarer Sitz benötigt wird, um das Fahrzeug präzise rückwärts zu steuern. Da Wilfried Maier der Erstkunde der neuen Version war, konnte das Unternehmen noch einige Änderungsvorschläge an Kamag liefern. Ein Beispiel dafür ist der extra Heckscheibenwischer.

Der Motor des Systems wird von Deutz geliefert. Der Reihenvierzylinder treibt auch zwei Hydraulikpumpen an: zum Einen den Hydrostatantrieb und zum Anderen das Hubsystem. Das Triebwerk erfüllt die Abgasnorm Euro 5 (das Vorgängermodell erfüllte nur Euro 4). Der Hubtisch kann bis zu 5 cm/s angehoben werden. „Gerade am Hubtisch spürt man die durch den neuen Motor verbesserte Leistungsfähigkeit der Hydraulik. Heben und Senken geschehen nun viel schneller“, so Detlef Kasper, Fuhrpark- und Dispositionsleiter bei Wilfried Maier. LED-Leuchten an einem ausziehbaren Arm an der Kabinenrückwand sollen für eine gute Ausleuchtung nach hinten sorgen. Anschlüsse für Bremsen und Luftvorrat sind laut TII leicht zugänglich.

(ID:46113331)