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Studie Tendermanagement digital – wie weit sind die Logistiker?

Die Logistik ist nach der Automobilindustrie und dem Handel die drittgrößte deutsche Branche, rund 40 % davon entfallen auf die Kontraktlogistik. Laut einer Studie von Siemens Digital Logistics arbeiten viele der Unternehmen aber nicht modern genug.

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Die Kontraktlogistik ist ein wachsender Markt, viele Unternehmen haben beim Thema Digitalisierung jedoch noch große Lücken.
Die Kontraktlogistik ist ein wachsender Markt, viele Unternehmen haben beim Thema Digitalisierung jedoch noch große Lücken.
(Bild: Volvo)

Kostengünstige Logistikprozesse sind für Unternehmen – und vor allem die Automobilindustrie – einer der wichtigsten und kritischsten Faktoren für erfolgreiches Wirtschaften. Stichworte sind hier: Flächenverfügbarkeit in Produktion und Montage, fehlendes Know-how oder variable Fixkosten für logistische Tätigkeiten außerhalb des eigenen Hauses.

Letztere sind aktuell gerade für Verlader ein Thema mit Zukunft – am Markt gibt es entsprechend mehr Ausschreibungen für logistische Leistungen, die Ansprüche an diese steigen. Das sogenannte „Tender Management“, zu deutsch: Ausschreibungsmanagement ist heute aber meist geprägt von manuellen und repetitiven Tätigkeiten. Die sind aber teuer.

Tendermanagement digital?

Aber wie ist der aktuelle Stand in den betreffenden Unternehmen? Siemens Digital Logistics hat dazu eine Studie durchgeführt. Einige Ergebnisse vorab: Der Großteil der Befragten ist mit dem aktuellen Stand der Digitalisierung nicht zufrieden. 80 % schätzen die weitere Digitalisierung des Tendermanagements als notwendig ein. Knapp ein Drittel der Verlader und 20 % der Logistikdienstleister arbeiten bereits aktiv daran; jedoch sind nicht alle Unternehmen dazu bereit.

Gründe dafür sind zum Beispiel die technischen und organisatorischen Herausforderungen. Die Befragten begründen dies mit ungeeigneten Tools beziehungsweise mit dem fehlenden Angebot integrierter Softwarelösungen am Markt. Darüber hinaus sehen die Unternehmen eine große Hürde innerhalb der eigenen Organisation: Fehlendes IT-Know-how, notwendige Modifikationen an Systemen und Schnittstellen und geringe Ressourcen in den Fachabteilungen erschweren die Entwicklung.

Aber: Alle Teilnehmer wissen recht genau, wie ein passendes Konzept aussehen kann und formulieren drei Kernziele:

  • höhere Effizienz und geringere Kosten im Tendermanagement;
  • Standardisierung und Automatisierung der Daten (-verarbeitung und -analyse), Prozesse und Kommunikation, elementar sind dabei die Datensicherheit und der Umgang mit großen Datenmengen;
  • bessere Visualisierung von Daten- und Kommunikationflüssen innerhalb der Ausschreibung.

Informationen zur Studie

An der Studie nahmen 106 Experten und Entscheider aus der Logistikbranche teil. 42 % der Teilnehmer beantworteten die Fragen aus Sicht der Verlader, 58 % aus der Perspektive der Logistikdienstleister. Beschäftigt sind die Teilnehmer bei namhaften Unternehmen, vom Mittelstand bis hin zum (Dax-)Konzern, in unterschiedlichen Branchen.

Studie „Digitalisierung des Tendermanagements in der Kontraktlogistik“

Wie weit ist die Kontraktlogistik beim Thema Digitalisierung? Welche Hürden sehen die entsprechenden Unternehmen? Die Studie von Siemens Digital Logistics zeigt detailliert den aktuellen Stand in der Branche.

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(ID:46553682)

Über den Autor

 Thomas Günnel

Thomas Günnel

Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE