Materialversorgung Thyssenkrupp macht komplexe Lieferketten robuster

Redakteur: Peter Königsreuther

Thyssenkrupp Materials Services bringt mit dem Control Tower ein System, das die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette erhöht. Zu sehen ist es ab heute in Halle 10 auf der Blechexpo in Stuttgart.

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So läuft`s dennoch! Weltweit verzweigte Lieferketten sind komplex und, wie sich in diesen Zeiten offenbarte, nicht unbedingt sehr stabil. Thyssenkrupp Materials Services verweist deshalb auf den Control Tower, mit dem sich Störungen in der Supply Chain vermeiden lassen.
So läuft`s dennoch! Weltweit verzweigte Lieferketten sind komplex und, wie sich in diesen Zeiten offenbarte, nicht unbedingt sehr stabil. Thyssenkrupp Materials Services verweist deshalb auf den Control Tower, mit dem sich Störungen in der Supply Chain vermeiden lassen.
(Bild: Thyssenkrupp Steel Europe)

Ein weltweit verzweigtes Netzwerk von Produktionsstandorten auf der einen und immer feiner gestaffelte Zulieferbeziehungen auf der anderen Seite addieren sich laut Thyssenkrupp Materials Services zu einer deutlich komplexeren Logistik in der Lieferkette. Prognosen zum Materialbedarf seien oft schnell überholt, weil sich die Nachfrage sprunghaft verändere oder andere Unwägbarkeiten aufträten, wie Materialengpässe, Probleme bei Transport, Lieferschwierigkeiten seitens der Zulieferer et cetera. Der Blechexpo-Aussteller lenkt den Blick deshalb auf seinen sogenannten Control Tower, mit der Möglichkeit zur intelligenten Steuerung von Materialflüssen – eben auch, wenn diese anspruchsvoll sind. Control Tower stehe demnach für ein Komplettpaket zur Koordination der gesamten Lieferkette. Die Basis ist ein Daten-Dashboard, das stets den Überblick über Planungs- und Abrufdaten des anfordernden Kunden sowie dessen unterschiedlichen Zulieferern ermöglicht, wie es weiter heißt. Der Service Control Tower gilt als ein weiterer Baustein im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung „Materials as a Service“, mit dem die Dachgesellschaft Thyssenkrupp Materials Services ihr Supply-Chain-Service-Geschäft konsequent ausbaut.

Vom Flugbetrieb inspirierter Logistikhelfer

Wie beim Control Tower am Flughafen, erklärt das Unternehmen, fließen sämtliche Informationen an einer Stelle, auf dem Dashboard, zusammen: Auf der einen Seite kommen viele Daten der Kunden an, wie zum Beispiel Abrufinfos und Kontingente bei den Lieferwerken. Auf der anderen Seite überblicke der Anbieter so die komplette Supply Chain, hinsichtlich Liefertermine, Qualitätsüberwachung, Abnahmeverhalten und Forecasting der verschiedenen Werke und Zulieferer. Wenn etwas nicht stimme, könne man frühzeitig reagieren und Alternativen finden – etwa wenn ein Vormateriallieferant Engpässe meldet.

Mit anderen Worten: Control Tower ermöglicht die dynamische und intelligente Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern in einem Netzwerk, um widerstandsfähig und anpassungsfähig zu bleiben und Risiken in der Lieferkette zu minimieren.

Steuerung der Lieferkette aus einer Hand

Die komplette Materialbeschaffung werde folglich zentral gesteuert. Das Leistungsangebot umfasst dabei die Koordination der Lieferströme just in time – also absolut termingerecht, sodass geringere Lagerkosten anfallen und Vormaterial flexibel und dennoch schrottoptimal verarbeitet werden kann.

Als weiteren Vorteil nennt das Unternehmen die Möglichkeit, dass auch kleinste Mengen zusammengefasst werden können, wodurch man bedarfsgerechter disponieren kann und somit zugleich eine hohe Kapitalbindung umgeht. Die Mengenbündelung im Warenausgang spare auch Lkw-Transporte und senke so den CO2-Fußabdruck.

Und beim Wareneingang setzt Thyssenkrupp auf die ressourcenschonende Kombination aus Straße, Bahn und Schiff. In der Praxis habe sich das bewährt.

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