Spezial-Transportfahrzeuge Transportieren jenseits aller Standards

Redakteur: Volker Unruh

Für fast jegliches denkbare Gut hält der Markt eine geeignete Transportlösung bereit. Doch es gibt Grenzen, die von serienmäßigen Lkw oder Flurförderzeugen nicht mehr überwunden werden können: ein Fall für die Experten in Sachen Spezialtransporter und Sonderfahrzeugbau.

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In Chiles Atakama-Wüste, einer rund 5000 m hoch gelegenen Ebene, transportieren zwei Spezialfahrzeuge Antennen für das vom European Southern Observatory (ESO) errichtete Antennenfeld. Bild: Scheuerle
In Chiles Atakama-Wüste, einer rund 5000 m hoch gelegenen Ebene, transportieren zwei Spezialfahrzeuge Antennen für das vom European Southern Observatory (ESO) errichtete Antennenfeld. Bild: Scheuerle
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Beförderung gewisser industrieller Produkte stellt oft höchste Anforderungen an Transportunternehmen und Speditionen – Anforderungen, die sich im Rahmen üblicher Methoden oder Transportmittel nicht mehr bewältigen lassen. Und genau auf solche Fälle haben sich einige Hersteller spezialisiert. Ihr Kerngeschäft ist die Entwicklung und Fertigung von Sondergeräten für den Transport schwerer und sperriger Güter.

Ihr Einsatz kann sowohl dem effizienten Materialfluss und Warenumschlag bei engsten Gangverhältnissen von Produktions- und Handelsunternehmen dienen als auch dem Transport von Baumaschinen, großen Anlagenteilen wie Transformatoren oder Bauteilen für Windkraftanlagen.

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Hubtex macht auch (fast) Unmögliches möglich

Ein Unternehmen, das vor allem Lösungen für die Intralogistik entwickelt, ist die im hessischen Fulda ansässige Hubtex Maschinenbau GmbH & Co. KG. Hubtex hat ein breit gefächertes Angebot an flexiblen und bei Bedarf auch multifunktionellen Flurförderzeugen, Seitenstaplern und ähnlich gelagerten Sondergeräten für die Aluminium- und Automotive-Branche, den Baustoff-, Glas- und Holzhandel, aber auch die Kunststoff-, Papier-, Stahl- und Metallindustrie. Rund 50% der Hubtex-Produkte sind individuelle, genau auf die Gegebenheiten des jeweiligen Anwenders abgestimmte Sonderanfertigungen, die sich allerdings bis zu 80% aus einem ausgeklügelten Baukastensystem realisieren lassen.

Baukastensysteme wirken sich günstig auf die Kosten aus

Auch der schwäbische Sondertransporterbauer Scheuerle Fahrzeugfabrik GmbH setzt auf das Baukastenprinzip. Im Verbund mit den Herstellern Nicolas und Kamag, der unter der Marke Tii-Transporter Industry International firmiert, ist das Pfedelbacher Unternehmen Weltmarktführer bei Transportlösungen für die klassische Schwertransportbranche, aber auch für die Offshore- und Anlagenbauindustrie, für Werften, Hütten- und Stahlwerke oder auch für Luft- und Raumfahrtbetriebe.

Grundsätzlich, so ein Unternehmenssprecher, werde in allen Bereichen ein hoher Anteil an Baukasten-Komponenten angestrebt, um produktübergreifend einen einheitlich hohen Standard zu erreichen und die Anzahl unterschiedlicher Teile zu reduzieren. Dies wirke sich besonders bei Wartungs- und Servicearbeiten positiv für den Kunden aus.

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