Besser als Jobs weg! Weniger schlimm! Arbeitgeberverband plädiert für mehr Arbeit

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Arbeitgeberverband Südwestmetall rät, dass man eine zukünftige Mehrarbeit für das gleiche Geld nicht vom Tisch fegen sollte. Das hat seinen Grund ...

Wenn man seit vielen Jahren die 35-Stunden-Woche gewöhnt ist, schnappt man bei der Forderung seitens der Arbeitgeber, wieder 40 Stunden zu arbeiten, durchaus und verständlich ein. Doch wenn die Gewerkschaft nicht darauf eingeht, kann das weitere Jobs kosten ...(Bild:  KI-generiert)
Wenn man seit vielen Jahren die 35-Stunden-Woche gewöhnt ist, schnappt man bei der Forderung seitens der Arbeitgeber, wieder 40 Stunden zu arbeiten, durchaus und verständlich ein. Doch wenn die Gewerkschaft nicht darauf eingeht, kann das weitere Jobs kosten ...
(Bild: KI-generiert)

Der Chef des Arbeitgeberverbands Südwestmetall hat von der Gewerkschaft IG Metall gefordert, in der kommenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie auch über längere Arbeitszeiten zu verhandeln. „Wir brauchen Kostensenkung, um den Produktionsstandort zu stabilisieren“, so Peter Sebastian Krause in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Längere Arbeitszeiten dürften angesichts der allgemeinen Lage deshalb kein Tabuthema sein. Krause forderte im Zuge dessen aber keine pauschale Abkehr von der 35-Stunden-Woche. Man müsse im Tarifvertrag aber Lösungsräume schaffen, die es den Unternehmen erlaubten, Kosten zu senken, wo das nötig sei. Das gelte vor allem dann, wenn sonst Investitionen in Deutschland nicht möglich seien. Den Beschäftigten sollte deshalb klarer werden, dass längere Arbeitszeiten ohne Lohneinbußen zu den weniger schmerzhaften Lösungen gehörten, um das Ruder herumzureißen.

Die 35-Stunden-Woche hat keine Rechtsgrundlage

Die Führungsriege des Autoherstellers Mercedes-Benz hatte bekanntlich im August eine alte Grundsatzdebatte um Arbeitszeiten neu entfacht. Aufsichtsratschef Martin Brudermüller regte dabei in einem Interview mit dem Handelsblatt die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche an – für dasselbe Gehalt. In der deutschen Autoindustrie ist bei den tarifgebundenen Unternehmen die 35-Stunden-Woche derzeit zwar Standard, doch gesetzlich verpflichtend ist sie nicht, wie man wissen muss. Also gibt es kein Recht darauf. Die IG Metall hatte als Reaktion auf den Vorstoß des Mercedes-Vorstands aber sofort bundesweit zu Protesten aufgerufen. Am 23. September möchte sie nun über ihre Forderungen für die kommende Tarifrunde entscheiden. Ein Aufweichen der 35-Stunden-Woche lehnt die Gewerkschaft bisher jedoch ab.

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