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Logistikforschung Wohin geht's mit der Logistik in Europa?

| Redakteur: Sebastian Hofmann

Im Jahr 2016 transportierten europäische Logistiker EU-intern ein Gütervolumen von über 19 Mrd. t. Das hat die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) herausgefunden. Die neue Studie der Forscher fasst in Zahlen, wie stark die europäische Logistikwirtschaft wächst und welche Trends sie in Zukunft prägen werden.

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Der Logistikmarkt in Europa schippert in eine positive Zukunft: Im Jahr 2016 wuchs die europäische Logistikwirtschaft um rund 2 %.
Der Logistikmarkt in Europa schippert in eine positive Zukunft: Im Jahr 2016 wuchs die europäische Logistikwirtschaft um rund 2 %.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Zum 34. Logistik-Kongress stellt die Fraunhofer-SCS-Arbeitsgruppe die neueste Ausgabe der „Top 100 European Transport and Logistics Services“ vor. Die Studie liefert Aussagen zu den wichtigsten Trends und Marktsegmenten in der europäischen Logistikwirtschaft. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammengefasst:

Die europäische Logistik wächst

Im Jahr 2016 wuchs der europäische Logistikmarkt um etwa 2 %. Dieser Wert ist zwar etwas geringer als im Vorjahr 2015 (mit 2,7 %), deckt sich laut Eurostat aber mit dem Wachstum der Europäischen Union. Insgesamt wurde so ein Gütervolumen von mehr als 19 Mrd. t in den 30 europäischen Ländern (28 EU-Länder plus Norwegen und Schweiz) transportiert. Laut Studie entsprechen die Transportleistungen alleine dabei einem Umsatzvolumen von 470 Mrd. Euro. Die gesamte Logistikwirtschaft umfasste 2016 ein Volumen von rund 1050 Mrd. Euro.

So entwickelt sich die europäische Logistik Interessierte können die neue Studie der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services ab 25. Oktober als E-Book mit der ISBN 978-3-87154-615-0 für 149 Euro beziehen.

Die EU-Logistik ist in Bewegung

Markteintritte US-amerikanischer Firmen (etwa die Übernahme von TNT durch Fedex) und das verstärkte Aufkommen von Start-ups haben die Entwicklung neuer Trends in der europäischen Logistik zur Folge. Zunehmend werden Digitalisierung und Innovationen zu immer relevanteren Themen. Ein großer Teil der Betriebe beschäftigt sich heute damit, Digitalisierung für sich zu nutzen und Prozessverbesserungen zu etablieren.

Fast die Hälfte des Marktvolumens wird fremdvergeben

Knapp 50 % des europäischen Logistikvolumens erbringen Logistikdienstleister. Viele Transporte sind also von Handels- und Industriebetrieben fremdvergeben. Die andere Hälfte liegt in der Hand von Verladern und fällt im Rahmen von Werkverkehren oder in den Lagern des Handels und der Industrie an. Wie bereits in der Vergangenheit sind Outsourcingraten in den Teilmärkten der europäischen Logistik sehr unterschiedlich.

Weitere Beiträge zur Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services gibt's hier!

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