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Ladungssicherung AL-KO führt Versuchsreihen mit der Dekra durch

Aufladen, festzurren und losfahren — Fracht auf Lkw-Ladeflächen muss gut gesichert sein, damit schwere Unfälle vermieden werden. Um diese Anforderungen zu erfüllen und im Fall eines Unfalls abgesichert zu sein, hat AL-KO in Kooperation mit der Dekra in Langenau dynamische Fahrversuche gemacht. Betrachtet wurden die Situationen Kurvenfahrt, Ausweichmanöver und Vollbremsung mit zwei verschiedenen Ladungen.

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AL-KO hat in Kooperation mit der Dekra die Ladungssicherheit getestet. Bild: AL-KO
AL-KO hat in Kooperation mit der Dekra die Ladungssicherheit getestet. Bild: AL-KO
( Archiv: Vogel Business Media )

„Man muss sicherstellen, dass die Ladung auch hält, denn Verladende und der Lkw-Fahrer haften zu gleichen Teilen“, erklärt Christian Gujber, Lademeister bei der Firma AL-KO. „Trotzdem darf aber nichts beschädigt werden. Große Plastikteile brechen, wenn man die Spanngurte zu fest spannt. Sichtteile dürfen nicht verkratzt und die Achsen nicht verschmutzt werden“, fügt er hinzu. Jeder Ladungsträger wird auf dem Langenauer Verkehrsübungsplatz mit Aufklebern und Kreide markiert. Die Ladung wird nicht bündig geladen, das verringert zusätzlich die Stabilität.

Vollbremsung bei 40 km/h offenbart leichte Schwächen

Drei Kameras zeichnen jede Fahrsituation auf. Zwei überwachen die Ladefläche, eine wird von Gujber bedient, der im sicheren Abstand am Fahrbahnrand steht. Den Lkw selbst lenkt der erfahrene Dekra-Prüfingenieur Rudolf Sander. Er kennt sich aus und weiß, was man den tonnenschweren Riesen zumuten kann.

Mit 35 km/h fährt er in die Linkskurve und bremst dann abrupt ab. Die Ware hat gehalten. Die Aufkleber sind noch an Ort und Stelle und die Füße der Gitterboxen stehen noch innerhalb der Kreidemarkierungen. Die von der Dekra geforderte Geschwindigkeit von 40 km/h ist aber noch nicht erreicht.

Rudolf Sander liest mit seinem Laptop die Daten aus. „Bis jetzt schaut alles ganz gut aus. Aber das geht noch schneller“, sagt der Experte. Mit 40 km/h legt sich der Lkw in die Kurve. Danach bremst Sander voll ab. Die Ware ist um einige Zentimeter verschoben. „Das liegt aber noch im Rahmen. Für eine Vollbremsung ist das in Ordnung“, sagt Sander. „Wenn die Paletten formschlüssig geladen sind und größere Rutschmatten untergelegt werden, bekommen wir das in den Griff“, ist sich Jürgen Kappelmeyer sicher. Er ist Sicherheitsingenieur bei AL-KO.

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