Schwertransporte Auf der Weser zur Nordsee

Die Hallen, Anlagen und Bearbeitungseinrichtungen der Richter Maschinenfabrik sind auf große Werkstücke ausgelegt. Das Unternehmen beherrscht das Handling und nicht zuletzt die passenden Transportlösungen für die Großteile — jetzt auch zu Wasser.

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Im März 2008 stand bei der Richter Maschinenfabrik in Hessisch Lichtenau die Aufgabe ins Haus, eine Reihe von zirka 160 t schweren Gussteilen von England nach Hessisch Lichtenau zu befördern. Nach erfolgter Bearbeitung mussten die Teile bis in die USA verbracht werden.

Weil Autobahnen und Bundesstraßen in Nordhessen zur Zeit wegen langfristiger Baumaßnahmen nur eingeschränkt für Schwertransporte nutzbar sind, mussten die „Fracht-Scouts“ von Richter auf die Suche nach Alternativen gehen. Sie entdeckten den fast vergessenen Hafen von Hannoversch Münden, wo der Zusammenfluss von Werra und Fulda den Ursprung der Weser bildet, die sich von dort aus ihren beinahe 500 km langen Weg nach Bremerhaven bahnt.

Mit der Idee, die alte Weserumschlagstelle durch massive Beton-Verstärkung und Ausbau der Zufahrtswege zu einem schwerlasttauglichen Stückgut-Hafen zu entwickeln, rannte Richter bei der Stadt offene Türen ein. Nach Genehmigung und von Richter finanziertem Ausbau lag am 19. Juni bereits das erste Schiff mit seiner 160-t-Fracht für Hessisch Lichtenau am Kai. Bemerkenswert dabei: Moderne Binnenfrachtschiffe mit solcher Ladekapazität haben einen Tiefgang von nur 1,2 m — das macht den Transport zu Wasser zusätzlich interessant und wirtschaftlich.

Beim ersten Entladevorgang brauchten die Spezialisten der Firma Breuer & Wasel knapp eine Stunde, das 160 t schwere Teil über die 17 m hohe Kaimauer auf einen 19-achsigen Tieflader zu setzen. Bei der Richter AG gab es nach der gelungenen Aktion großes Aufatmen. Der Tieflader erreichte das Werk nach kurzer nächtlicher Fahrt. Nun ist ein neues Kapitel im Schwerstmaschinenbau in Hessisch Lichtenau aufgeschlagen.

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