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Energieeffizienz Ausgezeichnetes Projekt „Optimierung Lokeinsatz“

Neue Industrietablets machen den Lokrangierführern bei Thyssenkrupp Steel Europe das Leben leichter. Seit der Eisenbahnbetrieb im Duisburger Hüttenwerk seine Lokomotiven mit moderner Logistik-Hard- und Software ausgestattet hat, kann er die Loks deutlich produktiver nutzen.

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Die neuen Tablets sorgen bei Thyssenkrupp Steel Europe für große Vereinfachung: Die Lokführer müssen bei Schichtwechsel keinen Umweg mehr über den Mannschaftsraum machen, um ihre tagesaktuellen Arbeitsanweisungen einzusehen.
Die neuen Tablets sorgen bei Thyssenkrupp Steel Europe für große Vereinfachung: Die Lokführer müssen bei Schichtwechsel keinen Umweg mehr über den Mannschaftsraum machen, um ihre tagesaktuellen Arbeitsanweisungen einzusehen.
(Bild: Thyssenkrupp Steel Europe)

Für diesen effizienteren Ressourceneinsatz verlieh die Energieagentur.NRW der Thyssenkrupp Steel Europe AG bei der Vergabe des Energieinnovationspreises in Düsseldorf einen Sonderpreis. „Nichts wirkt so gut wie das durchdachte, funktionierende Beispiel“, lobte Christoph Dammermann, Staatssekretär des Wirtschafts- und Energieministeriums in Nordrhein-Westfalen. „Das gilt auch für die kluge, weil ökonomischere Energieverwendung. Die Bandbreite der preiswürdigen Projekte war bei diesem Wettbewerb sehr groß. Die Gewinner wie Thyssenkrupp zeigen eindrucksvoll, wie viele Möglichkeiten Unternehmen im effizienten Umgang mit Energie haben.“

Tablets ersparen Umwege

Tag und Nacht sind bei der größten Werksbahn Europas in Duisburg knapp 90 Loks im Einsatz, mit den jährlich circa 65 Mio. t transportiert werden. Dank der neuen, fest installierten Tablets sparen sich die Lokführer beim Schichtwechsel den Umweg über den Mannschaftsraum. Bislang studierten sie dort am Schwarzen Brett zunächst die tagesaktuellen Anweisungen, um dann ihre abgestellte Lok aufzuschließen. Neuerdings übernehmen sie mit weniger Aufwand diese bei Schichtbeginn persönlich von ihrem Vorgänger und erhalten die tagesaktuellen Anweisungen digital auf das Tablet.

Eine Lok kann eingemottet werden

Das spart nicht nur Zeit und Papier, sondern auch Energie: Durch das Projekt „Optimierung Lokeinsatz“ rollt eine der werkseigenen Loks dauerhaft aufs Abstellgleis. Dadurch spart der Eisenbahnbetrieb jährlich rund 7000 Betriebsstunden und 119.000 l Diesel ein. Der CO2-Außstoß der Loks sinkt um 313 t pro Jahr.

Die gleichzeitig eingeführte GPS-Ortung der Loks erhöht auch die Arbeitssicherheit, weil die Fahrzeuge immer, auch in kritischen Situationen, zielgenau angesteuert werden können. Das Lokortungssystem verhindert außerdem Umwege sowie Wartezeiten. Dank genauer Verbuchungszeiten der Transporte können die Disponenten den optimalen Fahrweg der Loks definieren und die Ressourcen so effizienter einsetzen. Auch das spart Energie und schont die Umwelt. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Logistik- und Planungsprozesse im Unternehmen zu optimieren, um unsere Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu steigern. Mit dem Projekt ,Optimierung Lokeinsatz‘ erzielen wir nicht nur unternehmerische Vorteile, sondern auch nachhaltige ökologische Effekte“, sagt Ulrike Höffken, Leiterin Logistik bei Thyssenkrupp Steel Europe.

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Thyssenkrupp Steel Europe

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